Deutscher Athlet rückt nach Doping-Disqualifikation auf Paralympics-Silber vor
Lukas HoffmannDeutscher Athlet rückt nach Doping-Disqualifikation auf Paralympics-Silber vor
Ein brasilianischer Paralympionike wurde nach einem gescheiterten Dopingtest seine Medaille aberkannt. Ronan Nunes Cordeiro, der ursprüngliche Zweitplatzierte in einem Sprintwettbewerb bei den Paralympischen Spielen 2024 in Paris, war mit der Einnahme eines verbotenen Wirkstoffs überführt worden. Durch seine Disqualifikation rückt nun der deutsche Athlet Martin Schulz auf den Silberrang nach.
Die Entscheidung fiel nach einer Prüfung des Falls durch ein unabhängiges Tribunal im Januar 2026, das die im Oktober 2024 verhängte Sperre Cordeiros bestätigte. Cordeiro war kurz nach seinem Wettkampf in Paris positiv auf 19-Norandrosteron – einen verbotenen Stoff – getestet worden. Daraufhin wurde seine Leistung annulliert und er im Oktober 2024 vorläufig gesperrt. Das endgültige Urteil des Tribunals im Januar 2026 bestätigte seine Disqualifikation.
Martin Schulz, ein 36-jähriger Triathlet des SC DHfK Leipzig, hatte ursprünglich Bronze in derselben Disziplin gewonnen. Nach Cordeiros Disqualifikation wurde er auf Silber hochgestuft. Schulz, der dem Athletik-Komitee von World Triathlon angehört, ist zudem zweifacher Paralympic-Sieger aus Sachsen.
World Triathlon wird nun über mögliche weitere Sanktionen gegen Cordeiro entscheiden. Sein Fall ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Doping die Medaillenränge bei großen Wettbewerben beeinflusst. Schulz' Silbermedaille gilt nun als offizielles Ergebnis des Sprintwettbewerbs bei den Paralympischen Spielen 2024 in Paris. Cordeiros Disqualifikation bleibt bestehen, während weitere Strafen noch geprüft werden. Das Ergebnis folgt auf ein langes Verfahren aus Tests, Sperre und Bestätigung durch das Tribunal.






