20 June 2026, 16:07

Die Linke wählt neue Führung und positioniert sich klar im Gaza-Konflikt

Linke wählt Schwerdtner und Pantisano zum neuen Führungspaar

Die Linke wählt neue Führung und positioniert sich klar im Gaza-Konflikt

Die Linke hat auf einer dreitägigen Konferenz in Potsdam ihre neue Führung gewählt. Die Veranstaltung diente auch dazu, die künftige Strategie der Partei vor den anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland zu bestimmen. Die Delegierten setzten sich dabei mit umstrittenen Themen auseinander, darunter die Haltung der Partei zum Gaza-Konflikt.

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Ines Schwerdtner sicherte sich mit etwa 86 Prozent der Stimmen ihre Position als Parteivorsitzende. Sie hatte das Amt bereits 2024 übernommen und damals rund 80 Prozent Zustimmung erhalten. Diesmal trat sie ohne Gegenkandidaten an.

Als zweiter Co-Vorsitzender wurde Luigi Pantisano gewählt, der knapp über 53 Prozent der Stimmen erhielt. Er löst Jan van Aken ab, der aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. Auch Pantisano kandidierte ohne Konkurrenz.

Auf der Konferenz wurden zudem interne Spannungen über die Israel-Politik der Partei thematisiert. Nach intensiven Debatten einigten sich die Delegierten darauf, Israels Vorgehen in Gaza offiziell als Völkermord zu bezeichnen. Die Entscheidung unterstreicht die anhaltenden Differenzen innerhalb der Partei in außenpolitischen Fragen.

Die Linke geht mit einer klaren Führung in die bevorstehenden Landtagswahlen. Ihre Rolle bei möglichen Regierungsbildungen in Ostdeutschland bleibt von Bedeutung. Die einheitliche Haltung der Partei zum Gaza-Konflikt könnte künftige politische Bündnisse beeinflussen.

Quelle