04 April 2026, 04:02

Experten warnen vor wirtschaftlichen Folgen einer Massenrückkehr syrischer Arbeitskräfte

Plakat mit einer Karte von Syrien, das die Binnendifferenzierung aufgrund von Gewalt zeigt, begleitet von Text und Graphiken.

Experten warnen vor wirtschaftlichen Folgen einer Massenrückkehr syrischer Arbeitskräfte

Wirtschaftsexperten stellen Bundeskanzler Friedrich Merzs Prognose infrage, wonach 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer innerhalb von drei Jahren in ihre Heimat zurückkehren werden. Führende Forschungsinstitute warnen, dass ein derartiger massenhafter Abzug der Wirtschaft des Landes schaden könnte. Zudem betonen sie die Risiken einer Verschärfung des demografischen Drucks auf die ohnehin schwachen Wachstumsaussichten Deutschlands.

Ende 2025 lebten laut offiziellen Zahlen rund 937.000 syrische Staatsbürger in Deutschland. Viele von ihnen sind inzwischen in den Arbeitsmarkt integriert und tragen zur Wirtschaftskraft bei. Ein plötzlicher Weggang würde spürbare Produktivitätslücken hinterlassen, wie Analysten erklären.

Timo Wollmershäuser vom ifo Institut wies darauf hin, dass die jüngere Zuwanderung bereits demografische Spannungen gemildert habe. Ein Massenexodus, so seine Argumentation, würde die produktive Kapazität Deutschlands verringern. Geraldine Dany-Knedlik vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ergänzte, dass selbst ein teilweiser Abzug bestehende Probleme verschärfen könnte. Angesichts stagnierenden potenziellen Wachstums würde der Verlust von Arbeitskräften die Lage weiter verschlechtern.

Die Einschätzungen der Institute widersprechen damit direkt der optimistischen Vorhersage des Kanzlers. Ihre Erkenntnisse deuten darauf hin, dass eine schnelle Rückkehr der Syrer unwahrscheinlich ist – und die wirtschaftlichen Folgen erhebliche Ausmaße annehmen könnten.

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Die Warnungen unterstreichen die wirtschaftlichen Risiken der Migrationspolitik. Ein massenhafter Abzug syrischer Arbeitskräfte würde das Arbeitskräfteangebot verknappen und die öffentlichen Finanzen belasten. Ohne Ersatzkräfte könnte sich die Wachstumsprognose Deutschlands weiter verschlechtern.

Quelle