Familienstreit endet mit Rauchbombe und Großeinsatz in Bergisch Gladbach
Stjepan HeinrichFamilienstreit endet mit Rauchbombe und Großeinsatz in Bergisch Gladbach
Ein gewaltsamer Streit zwischen einem 32-jährigen Mann und seinem 77-jährigen Vater eskalierte in Bergisch Gladbachs Innenstadt zu einem gefährlichen Brandvorfall. Die Auseinandersetzung löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus, nachdem in einer Wohnung angeblich eine Rauchbombe gezündet worden war. Anwohner mussten von Balkonen und Fenstern aus um Hilfe rufen.
Der Vorfall begann, als der Sohn laut Angaben eine Rauchbombe in der Wohnung auslöste und sie auf seinen Vater warf. Der ältere Mann trat daraufhin das Gerät weg, woraufhin es im Treppenhaus landete und dort eine Fußmatte in Brand setzte. Dichter Rauch breitete sich schnell im Gebäude aus, was zu Notrufen an Feuerwehr und Rettungsdienste führte.
Rund 40 Einsatzkräfte eilten zur Hauptstraße. Vier Personen wurden aus dem Gebäude gerettet, zehn weitere erhielten vor Ort medizinische Versorgung. Der Vater erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung und wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.
Die Behörden haben ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen den Sohn wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung eingeleitet. Zudem wurde eine 14-tägige Kontaktverbotsverfügung nach den Bestimmungen zum häuslichen Gewaltschutz erlassen, die ihm jeden Kontakt zu seinem Vater untersagt.
Das Feuer konnte zwar eingedämmt werden, doch das Gebäude erlitt durch Rauch und Flammen Schäden. Während der Vater sich von seinen Verletzungen erholt, muss sich der Sohn nun vor Gericht verantworten. Die Rettungskräfte bestätigten nach dem Einsatz, dass keine weitere Gefahr für die Anwohner bestehe.






