FDP-Debatte platzt: Döring sagt wegen Junge Freiheit-Interview von Hagen ab
Heinz-Walter Koch IIFDP-Debatte platzt: Döring sagt wegen Junge Freiheit-Interview von Hagen ab
Eine geplante Debatte zwischen Sabine Döring und FDP-Generalsekretär Martin Hagen ist abgesagt worden. Döring sagte die Veranstaltung in der Friedrich-Naumann-Stiftung ab, nachdem Hagen ein Interview mit der Jungen Freiheit gegeben hatte – einem Medium, das sie politisch inakzeptabel findet.
Martin Hagen hatte sich kürzlich in einem kritischen Gespräch mit der Jungen Freiheit geäußert. Die Zeitung konfrontierte ihn während des Interviews mit scharfen Fragen. Gleichzeitig verurteilte er darin vehement die AfD und beklagte den Verfall der gesellschaftlichen Debattenkultur.
Sabine Dörings Rückzug zielt darauf ab, Hagen und der FDP die Unterstützung zu entziehen. Ihr Schritt wird von einigen begrüßt, die die Wahlniederlagen der FDP in der Vergangenheit gefeiert hatten. Die Partei hat in den vergangenen Jahren massiv an Wählern verloren – allein bei der Bundestagswahl 2025 gingen ihr fast 900.000 Stimmen an die AfD verloren.
Die FDP sieht den Dialog mit Medien wie der Jungen Freiheit als Strategie, um verlorene Wähler zurückzugewinnen. Auch andere Parteimitglieder haben bereits durch Interviews oder Gastbeiträge mit der Zeitung kooperiert.
Die Absage der Debatte unterstreicht die Spannungen um politische Zuordnungen. Dörings Haltung spiegelt die Ablehnung bestimmter Medienplattformen innerhalb der FDP wider. Die Partei sucht weiterhin nach Wegen, um mit Wählern in Kontakt zu treten, die in den letzten Jahren zu anderen Parteien gewechselt sind.






