Flucht und Migration: Emmendinger Ausstellung zeigt, was nach dem Krieg bleibt
Stjepan HeinrichFlucht und Migration: Emmendinger Ausstellung zeigt, was nach dem Krieg bleibt
Neue Ausstellung im Emmendinger Stadtmuseum untersucht, wie Flucht und Migration die Gesellschaft prägen
Unter dem Titel „Nach dem Krieg: Was bleibt uns?“ eröffnet am Sonntag, den 21. Juni, um 11:15 Uhr im Emmendinger Stadtmuseum eine Ausstellung, die bis zum 8. November zu sehen sein wird. Es handelt sich um das erste große Projekt unter der neuen Museumsleiterin, Leni Perenčević.
Die Schau verbindet Kunst, Geschichte und persönliche Schicksale, um Themen wie Vertreibung, Identität und Erinnerung zu erkunden. Im Mittelpunkt stehen Frauen, Kinder und junge Menschen aus deutschsprachigen Minderheiten, die ihre Heimat zwangsweise verlassen mussten. Eine grafische Novelle der Künstlerin und Autorin Ludmilla Bartscht veranschaulicht die Erfahrungen nach dem Zweiten Weltkrieg und deren Nachwirkungen bis in die Gegenwart.
Ein lokaler Bezug wird durch die Geschichte der Spätaussiedler in Emmendingen hergestellt. Ein besonderer Ausstellungsteil erzählt die Lebensgeschichte einer Russlanddeutschen, die im Stadtteil Bürkle-Bleiche aufgewachsen ist. Mit diesem ungewöhnlichen Ansatz möchte das Museum zur Reflexion und zum Dialog über die Grundlagen des Zusammenlebens anregen.
Das Museum ist mittwochs und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet; zusätzliche Besichtigungen sind nach Vereinbarung möglich. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit zwischen Perenčević und Bartscht und lädt die Besucher ein, sich mit den langfristigen Folgen von Migration und Vertreibung auseinanderzusetzen. Sie bleibt bis Anfang November zugänglich.






