24 March 2026, 04:01

Gericht erlaubt "giftig" und "manipulativ" als geschützte Meinungsäußerung

Schwarz-weißes Plakat mit drei Personen und dem Text: "Sprich nicht die Sprache des Feindes - Die vier Freiheiten sind nicht in seinem Vokabular - Sprich amerikanisch."

Gericht erlaubt "giftig" und "manipulativ" als geschützte Meinungsäußerung

Ein deutsches Gericht hat entschieden, dass die Bezeichnung einer Person als "giftig" und "manipulativ" unter den Schutz der Meinungsfreiheit fällt. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main wies eine Klage eines Mentors und "Bewusstseinstrainers" ab, der solche Äußerungen unterbinden wollte. Das Urteil bestätigt, dass selbst harte Kritik in bestimmten Zusammenhängen rechtlich zulässig sein kann.

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Im Mittelpunkt des Falls stand ein Streit zwischen dem Kläger, der als Mentor tätig ist, und einem Beklagten, der ihn als "giftig" und "manipulativ" bezeichnete. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass sich diese Aussagen auf das berufliche Verhalten des Klägers und nicht auf dessen persönlichen Charakter bezogen. Daher wurden die Äußerungen als Meinungsäußerungen und nicht als unwahre Tatsachenbehauptungen eingestuft.

Die Richter betonten, dass die Meinungsfreiheit alle Arten von Aussagen umfasst – ob wertvoll oder wertlos, zutreffend oder unrichtig. Da die Kommentare keine Ehrverletzung oder falsche Behauptungen darstellten, blieben sie durch das deutsche Recht geschützt. Das Urteil ist nun rechtskräftig, weitere Rechtsmittel sind nicht mehr möglich.

Ob andere deutsche Oberlandesgerichte in ähnlichen Fällen in den letzten Jahren vergleichbar entschieden haben, ließ das Gericht offen. Die Entscheidung steht für sich und unterstreicht die weitreichenden Freiheitsrechte der Meinungsäußerung in beruflichen Konflikten.

Das endgültige Urteil bedeutet, dass der Beklagte solche Aussagen ohne rechtliche Konsequenzen weiterhin tätigen darf. Es festigt zudem, dass Kritik an beruflichem Verhalten – selbst in scharfer Formulierung – durch die Meinungsfreiheit gedeckt sein kann. Der Fall schafft damit einen Präzedenzfall für die Behandlung ähnlicher Streitigkeiten in der Zukunft.

Quelle