16 March 2026, 04:11

Geschwindigkeitsstrafen bringen Millionen – doch nicht überall steigen die Einnahmen

Ein weißes Polizeiauto ist im Vordergrund geparkt, mit mehreren fahrenden Fahrzeugen auf der Straße dahinter, umgeben von Gras und Bäumen auf beiden Seiten.

Hilfe für klamme Städte? Wie viel zahlen Raser an Bußgeldern - Geschwindigkeitsstrafen bringen Millionen – doch nicht überall steigen die Einnahmen

Geschwindigkeitsstrafen bringen Städten in Baden-Württemberg weiterhin Millionen ein – doch die Einnahmen steigen nicht überall

Während einige Kommunen im Jahr 2025 höhere Erträge verzeichneten, meldeten andere Rückgänge. Behörden betonen jedoch, dass Verkehrskontrollen kein Mittel sein dürften, um Haushaltslücken zu schließen, die durch allgemeine Finanzierungsprobleme entstehen.

Stuttgart führt die Liste an – doch mit sinkenden Einnahmen Die Landeshauptstadt erzielte zwar die höchsten Erlöse, doch gingen diese von über 18 Millionen Euro im Jahr 2024 auf knapp unter 17 Millionen Euro im vergangenen Jahr zurück. Auch Freiburg verzeichnete einen Rückgang: Die Bußgelder und Gebühren sanken von etwa 9,4 Millionen auf knapp unter 8,9 Millionen Euro. Anders die Entwicklung in Mannheim: Hier stiegen die Einnahmen aus Geschwindigkeitsstrafen von 5,06 Millionen auf 6,6 Millionen Euro.

Leichte Zuwächse in Heidelberg und Ravensburg Heidelberg steigerte seine Erträge von rund 2,5 Millionen auf 2,6 Millionen Euro, während Ravensburg von etwas über 1,2 Millionen auf fast 1,4 Millionen Euro kam. Selbst kleinere Städte erzielen jährlich Millionen durch Bußgelder – bei vielen Kommunen bleiben die genauen Zahlen jedoch unklar.

Kosten der Geschwindigkeitsüberwachung nicht zu unterschätzen Die Kontrollen verursachen selbst Ausgaben: Städte müssen Personal, Technik und Wartung der Messgeräte finanzieren, dazu kommen Reparaturen und Reinigung nach Vandalismus. Temposünder können bis zu 800 Euro Strafe zahlen, doch die eingenommenen Gelder fließen in den allgemeinen Haushalt und nicht in spezifische Projekte.

Keine Ausweitung der Kontrollen geplant Trotz finanzieller Engpässe wollen die befragten Kommunen 2026 keine zusätzlichen Geschwindigkeitsmessungen durchführen. Lokale Verantwortliche argumentieren, dass Verkehrskontrollen nicht dazu dienen sollten, strukturelle Unterfinanzierung durch Bund und Länder auszugleichen.

Geschwindigkeitsstrafen bleiben für die Städte Baden-Württembergs eine stetige, wenn auch schwankende Einnahmequelle. Da keine Ausweitung der Überwachung geplant ist, werden die Kommunen weiterhin auf bestehende Maßnahmen setzen. Die Mittel allein werden jedoch die tieferliegenden finanziellen Herausforderungen nicht lösen, die mit den allgemeinen Haushaltsbeschränkungen zusammenhängen.

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