Graffiti-Aktion in Dortmund scheitert: Nachbar stoppt Jugendliche mit Polizeihilfe
Paul FischerGraffiti-Aktion in Dortmund scheitert: Nachbar stoppt Jugendliche mit Polizeihilfe
Fünf Jugendliche wurden in Dortmund erwischt, als sie versuchten, einen Stromverteilerkasten mit Graffiti zu besprühen. Ihr Vorhaben wurde vereitelt, nachdem ein aufmerksamer Nachbar sie beobachtete und die Polizei alarmierte. Beamte fanden die Gruppe später in einem Auto – mit frischer Farbe und Schablonen im Inneren.
Der Vorfall ereignete sich kurz vor Mitternacht am Freitag. Fünf Personen – zwei 17-Jährige aus Dortmund und drei 19-Jährige aus Unna – fuhren mit einem Dacia in Richtung Hombruch. Ihr Ziel: ein grauer Stromkasten an der Ecke Zillestraße/Harkortstraße.
Ein wachsamer Nachbar bemerkte, wie die Gruppe sich am Kasten zu schaffen machte, und verständigte sofort den Notruf. Die Jugendlichen flüchteten gegen 23:40 Uhr mit ihrem Wagen.
Die Polizei entdeckte den Dacia wenig später, gegen 0:30 Uhr, in der Gildenstraße. Das Kennzeichen stimmte mit der Beschreibung des Zeugen überein. Als die Beamten näher kamen, nahmen sie einen starken Geruch nach frischer Farbe wahr. Bei einer Durchsuchung des Kofferraums fanden sie Sprühdosen und Schablonen, darunter eine mit der Aufschrift "ACAB" – später als Abkürzung für "All Cops Are Beautiful" (sinngemäß: "Alle Polizisten sind wundervoll") erklärt.
Die Gruppe gab zu, den Stromkasten mit Farbe "verschönern" zu wollen. Die Polizei bestätigte jedoch, dass weitere Beteiligte noch flüchtig seien.
Die fünf Jugendlichen wurden identifiziert und vernommen. Ihre Utensilien, darunter Schablonen und Farbdosen, wurden beschlagnahmt. Die Ermittlungen laufen noch, ob gegen die Gruppe oder weitere Verdächtige Anklage erhoben wird.






