29 April 2026, 06:08

Grüner Wirtschaftsrat fordert Vermögenssteuer für Superreiche ab 100 Millionen Euro

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, der folgende Worte zeigt: "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern noch stärker für die Reichen und große Unternehmen."

Grüner Wirtschaftsrat fordert Vermögenssteuer für Superreiche ab 100 Millionen Euro

Karl Haeusgen, Co-Vorsitzender des Wirtschaftsrats der Grünen, hat eine neue Vermögenssteuer für Deutschlands Superreiche vorgeschlagen. Der Plan sieht eine Mindestabgabe auf Vermögen von über 100 Millionen Euro vor und soll Kürzungen bei anderen Sozialleistungen ausgleichen. Haeusgen, der zudem Miteigentümer eines mittelständischen Unternehmens mit 500 Millionen Euro Umsatz ist, argumentiert, dass die Steuer die wirtschaftliche Gerechtigkeit stärken würde, ohne das langfristige Vermögenswachstum zu beeinträchtigen.

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Laut Haeusgen sollte die Steuer etwa 2 Prozent pro Jahr betragen – selbst bei einem Vermögenszuwachs von bis zu 6 Prozent bliebe das Grundvermögen damit erhalten. Um die Akzeptanz zu erhöhen, schlug er vor, dass Steuerzahler inländische Kapitalertrags- und Einkommensteuern mit der neuen Vermögensabgabe verrechnen können.

Sein Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem der Wirtschaftsrat der Grünen, den er gemeinsam mit Marie-Luise Wolff leitet, enttäuschte Anhänger der Freien Demokratischen Partei (FDP) sowie unabhängige Unternehmer mit ökologischen Anliegen ansprechen will. Die Gruppe strebt an, die Kluft zwischen wirtschaftlichen Interessen und grüner Politik zu überbrücken.

Bevor Haeusgen Mitte 2025 zum Wirtschaftsrat der Grünen stieß, war er von 2020 bis 2024 Präsident des konservativen Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Zudem kritisierte er die Regierungshandhabung der steigenden Spritpreise und bezeichnete die pauschale Senkung der Mineralölsteuer als "Gießkannenprinzip" statt als zielgerichtete Lösung.

Die geplante Steuer würde nur auf die größten Vermögen ab 100 Millionen Euro angewandt. Haeusgen ist überzeugt, dass sie helfen könnte, Kürzungen bei Sozialausgaben auszugleichen, ohne die wirtschaftliche Stabilität zu gefährden. Sollte die Maßnahme umgesetzt werden, könnte sie Deutschlands Umgang mit Vermögensverteilung und steuerlicher Gerechtigkeit neu prägen.

Quelle