Hamburger Bahnhof feiert 30 Jahre mit Gala und Chanel-Partnerschaft
Lukas HoffmannCate Blanchett: "Kunst kann man nicht knebeln" - Hamburger Bahnhof feiert 30 Jahre mit Gala und Chanel-Partnerschaft
Berlins Hamburger Bahnhof feiert 30-jähriges Jubiläum mit glamouröser Gala Eine Nacht in Berlin
Das Berliner Museum Hamburger Bahnhof beging sein 30-jähriges Bestehen mit einer hochkarätigen Gala unter dem Titel Eine Nacht in Berlin. Die Veranstaltung vereinte Hollywoodstars, Künstler:innen und Mäzen:innen, um das Erbe des Museums zu würdigen und seine Zukunft zu sichern. Zu den Gästen zählten Cate Blanchett, Matt Dillon sowie der renommierte Regisseur Wim Wenders.
Der Abend markierte zudem den Start einer neuen Partnerschaft zwischen dem Museum und dem Modehaus Chanel. Ziel der Kooperation ist es, die wachsenden Lücken in der öffentlichen Finanzierung durch private Unterstützung zu schließen.
Die Gala diente gleichermaßen als Festakt und Spendenaktion. Die Museumsleiter Sam Bardaouil und Till Fellrath betonten den dringenden Bedarf an zusätzlichen Mitteln und stellten Chanel als zentralen Partner vor. Die Zusammenarbeit hat bereits Ausstellungen ermöglicht, darunter We Make Years Out of Hours der litauischen Künstlerin Lina Lapelytė. Das Projekt wird als zweite Chanel Commission vom 1. Mai 2026 bis zum 10. Januar 2027 den Historischen Saal in einen partizipativen Choreografie-Raum verwandeln.
Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden vier neue Preise verliehen. Der mit jeweils 15.000 Euro dotierte Hamburger Bahnhof Studio Award ging an drei Künstler:innen unter 35 Jahren. Die im Libanon geborene Künstlerin Mona Hatoum erhielt eine Auszeichnung für ihr Lebenswerk, während die indische Sammlerin Kiran Nadar für ihr Engagement in der Kunstszene gewürdigt wurde.
Cate Blanchett, die 2016 in der Filminstallation Manifesto im Museum mitwirkte, unterstrich in einer leidenschaftlichen Rede die Bedeutung von Kunst: "Wir können die Kunst nicht abschalten. Wir können sie nicht zum Schweigen bringen", erklärte sie. Weitere prominente Gäste wie Nina Hoss, Herbert Grönemeyer und Tricia Tuttle trugen zur glanzvollen Atmosphäre des Abends bei.
Gleichzeitig diente die Veranstaltung als Dank an private Förder:innen und betonte deren unverzichtbare Rolle bei der Sicherung des öffentlichen Auftrags des Museums in seinem Jubiläumsjahr.
Die Partnerschaft mit Chanel und die verliehenen Preise deuten auf einen Wandel hin zu stärkerer privater Finanzierung für den Hamburger Bahnhof hin. Das 30-jährige Jubiläum ebnet den Weg für zukünftige Ausstellungen und finanzielle Stabilität. Mit prominenter Unterstützung und neuen Initiativen strebt die Institution danach, ihre kulturelle Strahlkraft in Berlin und darüber hinaus zu bewahren.