Hanauer Nachwuchsforscher gewinnen mit Gehirnsteuerung und Bio-Kunststoff
Paul FischerHanauer Nachwuchsforscher gewinnen mit Gehirnsteuerung und Bio-Kunststoff
Zwei innovative Projekte junger Forscher wurden beim Wettbewerb Jugend forscht junior mit Spitzenplatzierungen ausgezeichnet. Eine per Gehirnströmen gesteuerte Gaming-App und eine nachhaltige Kunststofffolie überzeugten die Jury – ein Team sicherte sich sogar den Landessieg. Hanaus Oberbürgermeister Dr. Maximilian Bieri testete die prämierte Technologie während eines Besuchs in der Kathinka-Platzhoff-Stiftung, die jugendliche Wissenschaftsprojekte fördert, persönlich aus.
Klara von Hauff (12) und Liam Lang (14) entwickelten Neuropong – eine Version des Klassikers Pong, die allein durch Gehirnsignale gesteuert wird. Ihr Projekt gewann den ersten Platz in der Kategorie Arbeitswelt beim hessischen Landesfinale von Jugend forscht junior in Kassel. Bürgermeister Dr. Bieri probierte das Spiel selbst aus, absolvierte eine Testrunde, sichtete den Programmcode und gratulierte dem Team anschließend zu ihrem Erfolg.
Ein weiteres Trio – Duy Nam Schlitz, Leo Reimer und Konstantin Wolf, alle 14 Jahre alt – setzte auf Nachhaltigkeit. Die drei optimierten biobasierte Kunststofffolien für industrielle Anforderungen und erhielten dafür den Sonderpreis Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft des Bundesumweltministeriums. Ihr Projekt Green and Durable zielt darauf ab, Abfall zu reduzieren, indem biologisch abbaubare Materialien verbessert werden.
Die Kathinka-Platzhoff-Stiftung, die die jungen Forscher unterstützte, bietet Workshops und offene Programme in den Bereichen Wissenschaft und Technik an. Auf ihrer Website kp-stiftung.de werden Interessierte eingeladen, eigene Ideen zu erproben und praxistaugliche Lösungen zu entwickeln. Beim diesjährigen Regionalwettbewerb Jugend forscht junior in Rhein-Main Ost wurden 20 Projekte präsentiert, wobei keine genauen Teilnehmerzahlen aus Hanau für die Vorjahre vorlagen.
Beide Teams erhielten Anerkennung von Oberbürgermeister Bieri, der ihre Kreativität und ihr technisches Können lobte. Die Entwickler von Neuropong dürfen sich nun Landesmeister nennen, während die Auszeichnung für Green and Durable die wachsende Nachfrage nach umweltfreundlichen Materialien unterstreicht. Ihre Erfolge spiegeln das Anliegen der Stiftung wider, aus jugendlichen Ideen greifbare Innovationen zu machen.






