Hauptzollamt Darmstadt zieht Bilanz: 3 Milliarden Euro und tausende Strafverfahren im Jahr 2024
Lukas HoffmannHauptzollamt Darmstadt zieht Bilanz: 3 Milliarden Euro und tausende Strafverfahren im Jahr 2024
Hauptzollamt Darmstadt verzeichnet ereignisreiches Jahr 2024
Das Hauptzollamt Darmstadt blickt auf ein arbeitsintensives Jahr 2024 zurück: Die Behörde war in Südhessen für die Steuereintreibung, die Bekämpfung von Betrug sowie die Grenzsicherheit zuständig. Mit über 700 Mitarbeitenden an sechs Standorten nahm das Amt fast 3 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben ein und ging gleichzeitig gegen illegalen Handel und Schwarzarbeit vor.
Allein die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) führte im vergangenen Jahr bei 630 Arbeitgebern Kontrollen durch. Dabei leitete sie rund 2.200 Strafverfahren ein und deckte einen Schaden von 29,5 Millionen Euro auf. Derweil führte der Prüfungsdienst über 240 Betriebsprüfungen und 1.900 steuerliche Aufsichtsmaßnahmen durch, wodurch 12,7 Millionen Euro an Steuerrückständen eingezogen wurden.
Den größten Anteil an den Einnahmen steuerte die Einfuhrumsatzsteuer bei, die mit über 1,5 Milliarden Euro zu Buche schlug. Von den insgesamt 3 Milliarden Euro flossen 58,8 Millionen Euro als Zollabgaben an die EU, der Rest ging in den Bundeshaushalt.
Im Bereich der Vollstreckung beschlagnahmten die Behörden mehr als 7.870 gefälschte Waren und stoppten 21.360 unsichere oder nicht konforme Produkte. Die Zollfahndung zog zudem rund 350 Kilogramm Betäubungsmittel sowie fast 508.000 geschmuggelte Zigaretten aus dem Verkehr.
Neben den Kontroll- und Ermittlungsmaßnahmen baute das Hauptzollamt seine Belegschaft aus: 56 Auszubildende und Studierende begannen 2024 eine Ausbildung im Zolldienst.
Das Hauptzollamt Darmstadt bleibt eine zentrale Säule in der Einnahmensicherung und Strafverfolgung. Die Bilanz 2024 zeigt beachtliche Erfolge bei der Rückholung von Steuerausfällen, der Beschlagnahmung illegaler Waren und der Ausbildung von Nachwuchskräften. Durch seine Zoll- und Steueraktivitäten leistet die Behörde weiterhin einen bedeutenden Beitrag zu den Haushalten der EU und des Bundes.






