09 May 2026, 20:02

Hessen kämpft um Rückkehr der Bundesförderung für Kinomodernisierungen

Vorbühne eines Kinos mit Menschen, Zimmerpflanzen, Fernsehern, Informationsschildern, Deckenleuchten und Glastüren, die Fahrzeuge, Bäume, Gebäude und Himmel draußen zeigen.

Hessen kämpft um Rückkehr der Bundesförderung für Kinomodernisierungen

Hessen drängt Bundesregierung zur Rückkehr der Fördergelder für Kinomodernisierungen

Der Vorstoß des Landes kommt nach den Kürzungen beim bundesweiten Programm „Zukunft Kino“, das einst 25 Millionen Euro bereitstellte, 2025 jedoch komplett gestrichen wurde. Lokale Vertreter argumentieren, dass Kinos stabile finanzielle Unterstützung benötigen, um zu überleben und sich zu modernisieren.

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Das Bundesprogramm „Zukunft Kino“ sah seine Mittel von 25 Millionen Euro im Jahr 2022 auf 10 Millionen Euro 2024 gekürzt, bevor es im vergangenen Jahr ganz entfiel. Nun fordern Hessen und andere Bundesländer ein Nachfolgeprogramm, um Kinos bei der Verbesserung von Energieeffizienz, Barrierefreiheit und technischen Standards zu unterstützen.

Hessen hat bereits eigene Maßnahmen ergriffen, um die Kinos zu stärken. Über „Hessen Film und Medien“ stellt das Land jährlich 500.000 Euro für Modernisierungen bereit und stockte im vergangenen Jahr die Förderung für die „Kinoprogrammpreise“ von 150.000 auf 215.000 Euro auf. Ein separates Förderprogramm „Lieblingskino“ mit sieben Millionen Euro unterstützt die Programmgestaltung und Publikumseinbindung – nicht jedoch bauliche Sanierungen.

Auch im Koalitionsvertrag des Landes ist eine stärkere Kinoförderung verankert, insbesondere in ländlichen Regionen. Kulturminister Timon Gremmels betonte, Kinos seien ein unverzichtbarer Teil des kulturellen Lebens und bräuchten verlässliche finanzielle Unterstützung. Hessen hat sich nun der Bundesratsinitiative Mecklenburg-Vorpommerns angeschlossen, um die Rückkehr der Bundesförderung zu erwirken.

Ohne Unterstützung aus Berlin stehen die Kinos vor wachsenden Herausforderungen, ihre Häuser instand zu halten und zu modernisieren. Hessens Forderung nach einem neuen Bundesprogramm zielt darauf ab, langfristige Finanzierung für Energieeffizienz, Barrierefreiheit und technische Aufrüstung zu sichern. Die eigenen Initiativen des Landes – von Fördergeldern bis zu Preisen – werden unabhängig von künftigen Bundesprogrammen fortgeführt.

Quelle