Hessens Jugendfeuerwehren boomen: Über 18.500 junge Retter im Einsatz
Moritz MüllerKinderfeuerwehren in Hessen mit großem Zulauf - Hessens Jugendfeuerwehren boomen: Über 18.500 junge Retter im Einsatz
Hessens Jugendfeuerwehren verzeichnen starken Zulauf
In den vergangenen fünf Jahren haben Hessens Jugendfeuerwehren einen deutlichen Anstieg an jungen Nachwuchskräften erlebt. Innenminister Roman Poseck gab das Wachstum auf einer kürzlichen Konferenz in Eschborn bekannt. Das Land reagiert nun mit dem Ausbau von Ausbildungsstätten und der Bereitstellung zusätzlicher Mittel, um die steigenden Zahlen zu unterstützen.
Noch 2019 nahmen rund 12.900 Kinder an den Jugendfeuerwehren in Hessen teil – heute sind es bereits über 18.500. In den Gruppen lernen die Kinder auf praktische Weise den Umgang mit Brandbekämpfung, Brandschutz und Notfallmaßnahmen.
Die Programme vermitteln zudem Werte wie Demokratie, Toleranz und Respekt. Um der Nachfrage gerecht zu werden, schafft das Jugendfeuerwehr-Ausbildungszentrum in Marburg-Cappel ab 2023 sieben neue Stellen. Für 2026 sind zusätzliche Mittel in Höhe von etwa 110.000 Euro vorgesehen, unter anderem für eine Koordinationsstelle, Lehrmaterialien und weitere Ressourcen.
Hessen fördert zudem die Brandschutzerziehung an Schulen, um das Bewusstsein der Kinder für Selbstschutz und Notfallvorsorge zu stärken. 2016 gab es im Land rund 2.000 Jugendfeuerwehren, doch aktuelle regionale Entwicklungen deuten darauf hin, dass die Nachwuchsgewinnung in einigen Gebieten vor Herausforderungen steht.
Der Ausbau der Ausbildungszentren und die Aufstockung der Finanzmittel unterstreichen Hessens Engagement für die Jugend im Brandschutz. Angesichts der wachsenden Teilnehmerzahlen investiert das Land sowohl in Ausstattung als auch in Bildung. Der Zuwachs zeigt, wie attraktiv das Angebot für junge Menschen in der gesamten Region ist.






