21 March 2026, 04:11

Hessens Wälder im Wandel: Mehr Laubholz, weniger Nadelbäume gefällt

Ein altes Papierdokument mit der Überschrift "Forstwirtschaft und Bewässerung, Januar 1904", das eine Illustration von grünen Bäumen in verschiedenen Schattierungen zeigt, mit fetter schwarzer Schrift und einem altertümlichen Aussehen.

Mehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - Hessens Wälder im Wandel: Mehr Laubholz, weniger Nadelbäume gefällt

Holzeinschlag in Hessens Staatswäldern steigt 2025 leicht an

Im Jahr 2025 nahm der Holzeinschlag in den Landeswäldern Hessens leicht zu und erreichte etwa 1,49 Millionen Kubikmeter. Der Anstieg ging vor allem auf eine Steigerung der Laubholznutzung um rund ein Viertel zurück, während der Einschlag von Nadelholz um etwa 6 Prozent sank. Behördenführende führten die Verschiebung auf anhaltende Änderungen im Waldmanagement sowie auf frühere wetterbedingte Schäden zurück.

Der erhöhte Einschlag von Laubholz folgte der Aufhebung eines vorübergehenden Fällverbots für Buchen im Jahr 2024. Dadurch konnten Förster:innen geschädigte und absterbende Bäume entfernen, von denen viele durch jahrelange Dürreperioden und Hitzewellen geschwächt waren. Die Folgen solcher Extrembedingungen zeigen sich oft erst mit zeitlicher Verzögerung, sodass Eingriffe aus Sicherheitsgründen häufig erst später erfolgen können.

Mit der Aufhebung des Verbots führte HessenForst geplante Durchforstungs- und Pflegemaßnahmen in Buchenbeständen durch. Gezielt wurden Bäume gefällt, um Platz für trockenheitsresistentere Arten wie Eiche und Ahorn zu schaffen. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Strategie, die Wälder in stabilere Mischwälder umzuwandeln.

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Auch die Holzernte wurde angepasst, um den Boden zu schonen: Die Arbeiten konzentrierten sich auf den Winter, wenn der Untergrund fester ist. Dieser Ansatz sicherte eine kontinuierliche Holzversorgung bei gleichzeitiger Verringerung der Umweltbelastung. Zwischen Oktober 2025 und Februar 2026 stieg der Holzeinschlag um etwa 6 Prozent – ein Zeichen für die erfolgreiche saisonale Anpassung.

Die Entwicklungen in Hessens Wäldern unterstreichen die langfristigen Folgen des Klimastresses für Buchen. Durch die Entnahme geschwächter Laubhölzer und die Förderung der Artenvielfalt streben die Förster:innen widerstandsfähigere Wälder an. Die Veränderung der Einschlagmuster wird im Rahmen der laufenden Waldumbauprojekte weiterverfolgt.

Quelle