Historischer Machtwechsel: Freie Wähler gewinnen Landratswahl in Miesbach mit 78 Prozent
Stjepan HeinrichHistorischer Machtwechsel: Freie Wähler gewinnen Landratswahl in Miesbach mit 78 Prozent
Jens Zangenfeind von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) hat die Wahl zum Landrat im oberbayerischen Landkreis Miesbach gewonnen. Im zweiten Wahlgang setzte er sich mit einem deutlichen Ergebnis von 78 Prozent der Stimmen gegen den CSU-Kandidaten Franz Schnitzenbaumer durch. Damit endet eine jahrzehntelange Vorherrschaft der CSU in diesem Amt.
Die Wahl markiert einen bedeutenden Wandel für Miesbach, da die Christlich-Soziale Union (CSU) die Position des Landrats seit Jahrzehnten innehatte. Der bisherige Amtsinhaber Olaf von Löwis, der nach einer Amtszeit nicht mehr kandidierte, folgte auf Wolfgang Rzehak von den Grünen, der das Amt zuvor ausgeübt hatte.
Im finalen Duell traf Zangenfeind, bisher Bürgermeister von Hausham, auf Franz Schnitzenbaumer, den ehemaligen Bürgermeister von Schliersee und CSU-Vertreter. Schnitzenbaumer kam lediglich auf 22 Prozent der Stimmen. Zwar liegen keine detaillierten Vergleiche zu früheren Wahlen vor, doch das Ergebnis zeigt deutlich einen Wechsel in der lokalen Führungsebene an.
Der neu gewählte Landrat übernimmt sein Amt in einem Landkreis, in dem Olaf von Löwis noch bis mindestens 2026 in Verwaltungsfunktionen tätig sein sollte. Der Machtwechsel folgt auf einen Wahlkampf, in dem Zangenfeinds FWG starke öffentliche Unterstützung erfahren hatte.
Mit seinem Sieg gestaltet Zangenfeind die politische Landschaft in Miesbach neu und beendet die langjährige Dominanz der CSU im Landratsamt. Er tritt sein Amt mit einem klaren Mandat an, nachdem er fast vier von fünf Stimmen auf sich vereinen konnte. Die Wahlergebnisse bestätigen einen Wandel in den Wählerpräferenzen der Region.






