Jens Zangenfeind gewinnt Stichwahl um Landratsamt in Miesbach mit 78 Prozent
Moritz MüllerJens Zangenfeind gewinnt Stichwahl um Landratsamt in Miesbach mit 78 Prozent
Jens Zangenfeind von der Freien Wählergemeinschaft des Landkreises Miesbach (FWG) hat die Stichwahl um das Amt des Landrats im oberbayerischen Miesbach gewonnen. Mit einem deutlichen Sieg von 78 Prozent der Stimmen beendete er die jahrzehntelange Führungsrolle der CSU in der Region.
Die Wahl folgte einem hart umkämpften Rennen um die Nachfolge von Olaf von Löwis, dem scheidenden CSU-Landrat, der auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte. Sieben Bewerber hatten sich zunächst beworben, doch in der finalen Stichwahl trat Zangenfeind gegen Franz Schnitzenbaumer an, den ehemaligen CSU-Bürgermeister von Schliersee.
Am 22. März 2026 setzte sich Zangenfeind mit 30.875 Stimmen klar gegen Schnitzenbaumers 8.713 Stimmen durch. Das Ergebnis markiert einen deutlichen Wandel in der lokalen Wählergunst – weg von der CSU, die das Amt über Jahre hinweg innehatte.
Vor diesem Erfolg amtierte Zangenfeind als Bürgermeister von Hausham. Sein Vorgänger im Landratsamt, Wolfgang Rzehak, gehörte den Grünen an – ein weiteres Zeichen für den politischen Wandel in der Region.
Mit diesem Wahlergebnis verliert die CSU erstmals seit Jahren den wichtigsten Verwaltungsposten in Miesbach. Zangenfeinds Erdrutschsieg unterstreicht die starke Unterstützung für die Freien Wähler und weist der Kreisverwaltung eine neue Richtung.






