Kirchenaustritte 2025: Katholiken und Evangelische verlieren über eine Million Mitglieder
Paul FischerChristen Gemeinden in Hessen verlieren weiterhin Mitglieder - Kirchenaustritte 2025: Katholiken und Evangelische verlieren über eine Million Mitglieder
Die Zahl der Kirchenmitglieder in Deutschland ist 2025 weiter gesunken – sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche verzeichneten deutliche Rückgänge. Insgesamt verließen oder verstarben rund 1,13 Millionen Menschen die beiden großen Konfessionen. Besonders ausgeprägt war dieser Trend in Hessen, wo die Mitgliederzahlen in den katholischen Bistümern und evangelischen Landeskirchen weiterhin zurückgingen.
Bundesweit sank die Zahl der Katholiken um 550.000 auf 19,22 Millionen, während die evangelische Kirche 580.000 Mitglieder verlor und damit auf 17,4 Millionen kam. In Hessen schrumpfte die katholische Gemeinschaft von etwa 1,16 Millionen auf 1,12 Millionen bis März 2025.
Das Bistum Mainz verlor durch Austritte rund 11.000 Gläubige und zählte damit noch 577.000 Mitglieder – nach zuvor 598.000. Das Bistum Limburg verzeichnete etwa 9.100 Austritte und kam auf 486.000 Katholiken, ein Rückgang um 15.000 im Vergleich zum Vorjahr. Auch im Bistum Fulda ging die Zahl der Mitglieder um 9.400 auf knapp über 317.000 zurück.
Ähnlich entwickelte sich die Situation bei den Evangelischen. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck endete 2025 mit etwas mehr als 666.000 Mitgliedern – ein Minus von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Austrittszahlen stiegen leicht auf rund 12.000. Im Bereich des Bistums Fulda verließen etwa 5.000 Menschen die evangelische Kirche.
Trotz des anhaltenden Schwunds verlangsamte sich der Rückgang in Hessen im Vergleich zu den Vorjahren leicht.
Zum Jahresende 2025 standen die katholische und die evangelische Kirche in Deutschland vor einer schrumpfenden Basis. Die Bistümer Mainz, Limburg und Fulda meldeten rückläufige Mitgliederzahlen, während evangelische Landeskirchen wie Kurhessen-Waldeck weiterhin mit Austritten zu kämpfen hatten. Der allgemeine Rückgang spiegelt bundesweite Trends wider, auch wenn sich in einigen Regionen die Geschwindigkeit des Mitgliederschwunds etwas abschwächte.