Klärwerk setzt auf Solarstrom: 349 Module sparen 60 Tonnen CO₂ pro Jahr
Emma KochKlärwerk setzt auf Solarstrom: 349 Module sparen 60 Tonnen CO₂ pro Jahr
Auf einem kommunalen Klärwerk werden derzeit auf fünf Dächern neue Photovoltaikanlagen installiert. Das von dem erneuerbaren Energieunternehmen Greenty geleitete Projekt soll die Energiekosten senken und den CO₂-Ausstoß verringern. Vier der Dachflächen sind bereits vollständig ausgestattet, die letzte soll Anfang September fertiggestellt werden.
Die Photovoltaikanlage umfasst 349 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 134 Kilowatt-Peak (kWp). Sobald sie voll in Betrieb ist, wird sie jährlich etwa 120.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Damit lässt sich der jährliche Stromverbrauch des Klärwerks voraussichtlich um zehn Prozent reduzieren.
Die Finanzierung der Anlage übernahm die Wirtschaft- und Infrastrukturbank Hessen (WiBank). Zudem wird das System jährlich rund 60.000 Kilogramm CO₂-Emissionen einsparen und damit die Nachhaltigkeitsziele des Betriebs unterstützen.
Seit 2020 haben in Deutschland etwa 1.200 kommunale Kläranlagen ähnliche Solarprojekte umgesetzt. Der Trend zur Eigenstromerzeugung wird durch Förderanreize nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie steigende Energiepreise vorangetrieben.
Die fertige Anlage wird dem Klärwerk helfen, seine Stromrechnungen zu verringern und seinen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Mit der letzten Dachinstallation, die im September abgeschlossen wird, reiht sich die Einrichtung bald in die Hunderten von Betrieben in Deutschland ein, die mit Solarstrom ihren Energiebedarf decken.