Kunsthändler Subhash Kapoor nach jahrzehntelangem Prozess wegen illegalen Handels mit Kulturgütern verurteilt

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Ein Raum im Mexiko-Stadt-Museum der Anthropologie, gefüllt mit verschiedenen Artefakten, darunter Skulpturen, Gegenstände auf Tischen, eine Texttafel, eine Wandmalerei und Deckenleuchten.Admin User

Kunsthändler Subhash Kapoor nach jahrzehntelangem Prozess wegen illegalen Handels mit Kulturgütern verurteilt

Subhash Kapoor, ein bekannter Kunsthändler, ist nach einem Jahrzehnt vor Gericht in Indien verurteilt worden. Im Mittelpunkt des Verfahrens stand der illegale Handel mit Kunstschätzen – über 2.500 geraubte Kunstwerke werden mit ihm in Verbindung gebracht. Das Urteil markiert einen wichtigen Schritt im Kampf gegen den milliardenschweren Schwarzmarkt für gestohlene Kulturgüter.

Jahre lang betrieb Kapoor Art of the Past, eine Galerie in New Yorks Upper East Side. Seit den frühen 2000er-Jahren ermittelten die Behörden gegen ihn wegen seines Verdachts auf Schmuggel von Kunstgegenständen, viele davon aus Südostasien. Die Objekte, deren Wert auf über 143 Millionen US-Dollar geschätzt wird, stammten oft aus Tempeln und archäologischen Stätten.

2011 wurde Kapoor in Frankfurt festgenommen und später nach Indien ausgeliefert. Der Prozess drehte sich um Vorwürfe wie Einbruchdiebstahl und den illegalen Export von Götterstatuen, insbesondere aus dem Varadharaja-Perumal-Tempel in Kanchipuram. Letzte Woche sprach ein indisches Gericht das Urteil – nach Jahren juristischer Auseinandersetzungen.

Mit dem Abschluss des Verfahrens in Indien stehen Kapoor nun weitere Anklagen in den USA bevor. Seine Auslieferung dorthin gilt als wahrscheinlich. Die Plünderung von Kulturgut aus Kriegsgebieten oder von Welterbestätten wird zwar nach der Haager Konvention von 1954 als Kriegsverbrechen eingestuft – in Kapoors Fall geht es jedoch vor allem um Diebstähle aus nicht von Konflikten betroffenen Regionen.

Der illegale Kunsthandel bleibt ein lukratives globales Geschäft mit Milliardenumsätzen pro Jahr. In den vergangenen Jahren haben Institutionen wie das Metropolitan Museum of Art geraubte Objekte zurückgegeben, darunter 15 Skulpturen, die 2023 nach Indien zurückkehrten.

Kapoors Verurteilung beendet einen langjährigen Fall mit Tausenden gestohlenen Kunstgegenständen. Das Ergebnis unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, geraubtes Kulturgut zurückzuführen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Viele der sichergestellten Stücke stecken jedoch noch in rechtlichen Streitigkeiten oder befinden sich in Privatbesitz.