Legendäres Schwabinger 7 lebt als Kunstwerk in Bruckmühl weiter
Ein Stück Münchner Nachtlebensgeschichte kehrt in neuer Form zurück. Der Künstler Rupert Dorrer hat die ikonische Wand der legendären Kneipe Schwabinger 7 als Mixed-Media-Kunstwerk neu interpretiert. Das einst im Besitz von Denn's Biomarkt befindliche Werk wird nun in Dorrers Galerie in Bruckmühl ausgestellt.
Das Schwabinger 7 war einst Münchens berühmteste Bar, und sein Abriss hinterließ eine Lücke im kulturellen Gedächtnis der Stadt. Vor der Schließung fotografierte Dorrer die Wand der Kneipe und verwandelte sie später in ein mehrschichtiges Gemälde auf Holz. Mit den Maßen 140 cm Breite und 72 cm Höhe trägt das Kunstwerk denselben Namen wie die Bar und spiegelt ihre bewegte Vergangenheit wider.
Für Dorrer ist das Werk ein Symbol der Vergänglichkeit – ein eingefangener Moment eines Ortes, der nicht mehr existiert. Noch heute trifft er sich mit dem ehemaligen Wirt der Bar, Gerd "Manila" Waldhauser, am Stammtisch des Grünen Eck in Schwabing. Das Kunstwerk, das einst in Denn's Biomarkt zu sehen war – heute an der Stelle der ursprünglichen Bar – findet nun einen dauerhaften Platz in Dorrers Galerie.
Die feierliche Enthüllung ist für Montag, den 13. März, um 11 Uhr geplant. Bruckmühls Bürgermeister Richard Richter wird das Werk offiziell der Öffentlichkeit präsentieren.
Das Schwabinger 7-Kunstwerk bewahrt ein Fragment des Münchner Nachtlebens, das sonst in Vergessenheit geraten wäre. Nach Jahren in Lagerung und Privatbesitz ist es nun für Besucher in Dorrers Galerie zugänglich. Die Ausstellung ist sowohl eine Hommage an die Vergangenheit als auch der Beginn eines neuen Kapitels für dieses besondere Werk.