Kamerahersteller Leica bekommt neuen CEO - Leica vor Führungswechsel: CEO Harsch geht nach Rekordjahren
Leica Camera AG steht vor einem Führungswechsel: Der amtierende Vorstandsvorsitzende tritt zurück. Matthias Harsch, der das Unternehmen seit 2017 führt, wird Ende März ausscheiden – nach einer Phase starken Wachstums. Sein Nachfolger, Andreas Voll, übernimmt im April und bringt Erfahrung in Premium-Technologie und Markenstrategie mit.
Unter Harschs Führung verzeichnete Leica ein stetiges Umsatzwachstum: von rund 380 Millionen Euro im Jahr 2020 auf 520 Millionen Euro bis 2024. Besonders prägend waren die Jahre 2021 und 2023, in denen die Nachfrage nach Hochpreis-Kameras und Kooperationen – etwa mit Huawei – besonders hoch war. Das letzte Geschäftsjahr brachte sogar einen neuen Rekord: Der Umsatz kletterte auf 596 Millionen Euro.
Kurz vor seinem Abschied präsentierte Harsch auf dem Mobile World Congress in Barcelona Ende Februar das neueste Leitz Phone. Zudem profitierte das Unternehmen von der wiedererstarkten Beliebtheit kompakter Kameras, vor allem im Premium-Segment.
Andreas Voll, der designierte CEO, verfügt über langjährige Erfahrung in internationalem Management und Unternehmensentwicklung. Er übernimmt ein Unternehmen, das mehrheitlich dem Großaktionär Andreas Kaufmann gehört (55 Prozent), während die restlichen 45 Prozent beim Private-Equity-Haus Blackstone liegen. Der traditionsreiche Kamerahersteller mit Sitz in Wetzlar, Hessen, beschäftigt weltweit rund 2.300 Mitarbeiter.
Mit dem Wechsel endet Harschs siebenjährige Amtszeit, in der Leica seinen Umsatz ausbaute und seine Position in der Premium-Fotografie festigte. Nun liegt es an Voll, das Unternehmen weiter in Richtung Hochtechnologie und Markenwachstum zu führen.