Luxus-Restaurant im Wiesbadener Parkcafé: Warum die Moriki-Pläne scheiterten
Emma KochLuxus-Restaurant im Wiesbadener Parkcafé: Warum die Moriki-Pläne scheiterten
Pläne für ein Luxus-Restaurant "Moriki" im historischen Parkcafé Wiesbaden gescheitert
Die Pläne, im denkmalgeschützten Parkcafé-Gebäude in Wiesbaden ein hochpreisiges Moriki-Restaurant zu eröffnen, sind geplatzt. Steigende Kosten und technische Hürden zwangen die städtische Wohnungsbaugesellschaft WiBau, das Vorhaben aufzugeben. Nun sucht das Unternehmen nach einfacheren und kostengünstigeren Nutzungsmöglichkeiten für den ikonischen Standort.
Ursprünglich hatte die WiBau erwogen, das Parkcafé in der Wilhelmstraße 36 in ein exklusives Moriki-Restaurant umzuwandeln. Doch die Sanierungskosten explodierten: Statt der ursprünglich veranschlagten 2,7 Millionen Euro würden mittlerweile rund 4,4 Millionen Euro fällig – bedingt durch den aufwendigen Bauzustand des Gebäudes und strenge Denkmalschutzauflagen.
Das Haus blickt auf eine bewegte Kulturgeschichte zurück: Hier traten einst Legenden wie Elvis Presley, Charlie Chaplin und Udo Jürgens auf. Doch die finanziellen Belastungen einer umfassenden Restaurierung erwiesen sich als zu groß. Die WiBau konzentriert sich nun auf alternative Gastronomiekonzepte, die mit möglichst geringem baulichem Aufwand auskommen.
Konkrete Pläne stehen zwar noch nicht fest, doch das Unternehmen sucht nach praktikablen Ideen, die den historischen Charakter des Gebäudes bewahren. Ziel ist es, teure Eingriffe zu vermeiden und den Ort dennoch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Mit dem Aus für das Moriki-Projekt bleibt die Zukunft des Parkcafés ungewiss. Die WiBau prüft weiterhin Optionen, die Bezahlbarkeit und denkmalschützerische Anforderungen in Einklang bringen. Bis auf Weiteres läuft die Suche nach einem tragfähigen, schonenden Konzept.






