Mönchengladbach plant nachhaltige Wärmeversorgung für das Braunkohlerevier bis 2028
Lukas HoffmannMönchengladbach plant nachhaltige Wärmeversorgung für das Braunkohlerevier bis 2028
Regionale Wärmekonferenz in Mönchengladbach: Nachhaltige Heizlösungen für das rheinische Braunkohlerevier
Vom 27. bis 28. Januar 2026 fand in Mönchengladbach eine regionale Wärmekonferenz statt, die sich mit nachhaltigen Heizkonzepten für das rheinische Braunkohlerevier befasste. An der Veranstaltung nahm auch Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen teil. Im Mittelpunkt standen praktische Wege, um eine bezahlbare und umweltfreundliche Wärmeversorgung für Haushalte, Unternehmen und die Industrie zu realisieren.
Die Konferenz widmete sich vor allem der Zukunft der Wärmeversorgung und dem Strukturwandel in Städten wie Grevenbroich. Ein zentrales Thema war die Nachnutzung des stillgelegten Kraftwerksstandorts Frimmersdorf, dessen Abwärme künftig für die lokale Fernwärme genutzt werden soll. Bürgermeister Krützen betonte die Bedeutung regionaler Initiativen, um den Wärmeumbau langfristig zu sichern und gleichzeitig neue wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen.
Erst kürzlich wurde die NEW Smart Grevenbroich GmbH gegründet, die sich um die nachhaltige Wärmeerzeugung und -verteilung in der Region kümmern soll. Bis März 2026 wird ein Pilotprojekt unter Leitung von RWE und den Stadtwerken Grevenbroich vorbereitet, dessen Bauarbeiten im zweiten Quartal 2026 beginnen sollen. Das Vorhaben umfasst den Aufbau eines fünf Kilometer langen Leitungsnetzes, das die Abwärme des alten Kraftwerks in das Grevenbroicher Fernwärmenetz einspeist. Erste Tests sind für 2026 geplant, der Vollbetrieb soll 2028 aufgenommen werden.
Diskutiert wurde auch die Ansiedlung energieintensiver Betriebe wie Rechenzentren, um die lokale Wirtschaft zu stärken. Ziel ist es, industrielles Wachstum mit einer nachhaltigen Wärmeversorgung zu verbinden – und das zu bezahlbaren Konditionen für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen.
Das Pilotprojekt markiert einen wichtigen Schritt in Grevenbroichs Wandel hin zu einer nachhaltigen Wärmeversorgung. Mit Baubeginn Mitte 2026 soll die Abwärme bis 2027 in das Fernwärmenetz integriert werden, bevor 2028 die volle Kapazität erreicht wird. Die Initiative steht beispielhaft für die Bemühungen im Rheinland, wirtschaftliche Entwicklung mit umweltverträglichen Energielösungen in Einklang zu bringen.






