NATO verstärkt Luftabwehr: Admiral Cavo Dragone besucht Ramstein für "Ostwacht"-Ausbau
Caren PaffrathNATO verstärkt Luftabwehr: Admiral Cavo Dragone besucht Ramstein für "Ostwacht"-Ausbau
Admiral Giuseppe Cavo Dragone, Vorsitzender des NATO-Militärausschusses, besuchte am 25. und 26. März den Luftwaffenstützpunkt Ramstein. Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Stärkung der NATO-Luft- und Raketenabwehrsysteme, insbesondere entlang der östlichen Flanke. Erörtert wurde auch die Ausweitung der Initiative Ostwacht, die seit ihrem Start im September 2025 deutlich an Bedeutung gewonnen hat.
Während des Besuchs begutachteten die Verantwortlichen das integrierte Luft- und Raketenabwehrsystem der NATO. Dieses Rahmenwerk verbindet Luftraumüberwachung, Abwehr ballistischer Raketen und kontinuierliche Aufklärung, um das Bündnisgebiet zu schützen. Admiral Cavo Dragone betonte, dass das Vertrauen zwischen den Mitgliedstaaten die wertvollste Ressource in der modernen Kriegsführung sei.
Das Programm Ostwacht hat sich rasant ausgeweitet und stärkt die NATO-Präsenz von der Baltik bis zum Schwarzen Meer und nach Rumänien. An den groß angelegten Übungen sind nun Kampfflugzeuge wie französische Mirage 2000D, deutsche Eurofighter Typhoon, spanische F/A-18 Hornet, rumänische F-16 sowie italienische Eurofighter beteiligt. Auch Aufklärungssysteme wie AWACS unterstützen die Luftraumüberwachung und den Schutz vor Drohnenangriffen.
Generalleutnant Jason T. Hinds, Kommandeur des Allied Air Command, unterstrich die Notwendigkeit kontinuierlicher Ausbildung und anpassungsfähiger Strategien. Ansätze wie Agile Combat Employment trugen dazu bei, die Einsatzbereitschaft im gesamten Bündnis aufrechtzuerhalten. Zudem zielt das Programm darauf ab, neue Bedrohungen – darunter Einweg-Angriffsdrohnen – durch bessere Koordination der Streitkräfte einzudämmen.
Die Gespräche bekräftigten das Engagement der NATO für Abschreckung und Verteidigung durch integrierte Luftkampfkapazitäten. Die Initiative Ostwacht wird weiter ausgebaut, mit zusätzlichen Flugzeugen und Überwachungssystemen entlang der östlichen Flanke. Diese Maßnahmen gewährleisten einen durchgehenden Schutz und ermöglichen schnelle Reaktionen auf sich wandelnde Sicherheitsherausforderungen.






