15 April 2026, 14:08

Rapsglanzkäfer bedroht Winterraps – wann lohnt sich der Einsatz von Insektiziden?

Ein roter und schwarzer Blasenkäfer auf einer weißen Margerite mit grünen Pflanzen im Hintergrund.

Rapsglanzkäfer bedroht Winterraps – wann lohnt sich der Einsatz von Insektiziden?

Winterraps entwickelt sich in diesem Frühling in vielen Regionen gut

Die Bestände des Winterrapses wachsen in diesem Frühjahr in zahlreichen Anbaugebieten gut heran. Stand 2026 haben die Pflanzen das Schossen erreicht, und der Hauptblütenstand ist nun sichtbar. Doch die Landwirte sehen sich mit einer bekannten Herausforderung konfrontiert: Der Rapsglanzkäfer entwickelt sich erneut zu einer zentralen Bedrohung für die Erträge.

Ob eine Behandlung der Felder notwendig ist, hängt von einer sorgfältigen Überwachung ab. Experten betonen, dass der Einsatz von Insektiziden nur dann gerechtfertigt ist, wenn die Käferpopulation vor Beginn der Blüte einen bestimmten Schwellenwert überschreitet.

Rapsglanzkäfer gefährdet Winterraps in dieser Saison Landwirte werden aufgefordert, ihre Schläge gründlich zu kontrollieren, bevor sie über eine Behandlung entscheiden. Statt sich auf die Fänge von Gelbschalen zu verlassen, sollte die Bewertung auf der Anzahl der Käfer pro Hauptknospe basieren.

Ein Spritzmitteleinsatz lohnt sich wirtschaftlich erst, wenn im Durchschnitt mehr als zehn Käfer pro Hauptknospe vor der Blüte zu finden sind. Falls ein Eingriff erforderlich ist, hängen die verfügbaren Optionen vom Entwicklungsstadium der Kultur ab. Acetamiprid-haltige Präparate wie Mospilan SG oder Danjiri können zwischen den BBCH-Stadien 51 und 59 ausgebracht werden, allerdings ist das Mischen mit Netzmitteln verboten.

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Falls gleichzeitig Rapsstängelrüssler und Rapsglanzkäfer bekämpft werden müssen, ist Trebon 30 EC ein zugelassenes Mittel. Sein Einsatz ist jedoch auf Zeiten nach dem Ende der täglichen Bienenaktivität beschränkt. Eine bienenfreundlichere Alternative bieten Tau-Fluvalinat-Produkte wie Mavrik Vita oder Evure, die selbst über das Stadium BBCH 59 hinaus eingesetzt werden dürfen.

Landwirte sollten mehrmals Feldkontrollen durchführen und die Käfer entlang von Transekten zählen. Diese Methode stellt sicher, dass Entscheidungen auf präzisen Daten und nicht auf Schätzungen beruhen. In vielen Fällen erübrigt sich der Insektizideinsatz vollständig – das spart Kosten und schont die Umwelt.

Entscheidend ist die genaue Erfassung der Käferpopulationen Durch die Einhaltung der Richtlinien können Landwirte unnötige Behandlungen vermeiden und gleichzeitig ihre Erträge schützen. Falls ein Eingriff erforderlich ist, stehen zugelassene Präparate zur Verfügung, die je nach Entwicklungsstadium gezielt wirken – stets unter Abwägung von Effizienz und Bienenschutz.

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