21 April 2026, 08:11

Rechtsextreme Jugendgewalt in Brandenburg erreicht alarmierenden Höhepunkt

Demonstranten halten ein Transparent mit der Aufschrift "öffne die Grenzen, rette Leben, bekämpfe Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Rechtsextreme Jugendgewalt in Brandenburg erreicht alarmierenden Höhepunkt

Brandenburgs Polizei schlägt Alarm: Rechtsextreme Gewalt unter Jugendlichen nimmt dramatisch zu

Die Polizei in Brandenburg warnt vor einem besorgniserregenden Anstieg rechtsextremer Gewalt unter jungen Menschen. Behörden berichten, dass die Täter immer jünger, aggressiver und stärker von digitalen extremistischen Inhalten beeinflusst werden. Die Entwicklung löst Forderungen nach schärferen Gesetzen und besseren Präventionsstrategien im gesamten Bundesland aus.

Allein im vergangenen Jahr registrierte Brandenburg 145 rechtsextreme Gewalttaten – ein Anstieg um 28,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Anita Kirsten, Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), warnte, dass die Jugendszene zunehmend hemungsloser werde. Angriffe auf öffentliche Veranstaltungen, wie kürzlich in Bad Freienwalde, nähmen zu. Diese Übergriffe, die sich oft gegen Pride-Paraden oder ähnliche Versammlungen richteten, würden mittlerweile häufig von sehr jungen Tätern mit offener Aggressivität angeführt.

Polizeipräsident Oliver Stepien betonte, dass rechtsextreme Gruppen ihre Botschaften gezielt auf Jugendliche zuschneiden würden. Das Ergebnis sei eine Generation, die nicht nur digital vernetzter, sondern auch anfälliger für reale Gewalt sei. Stepien forderte, solche Angriffe müssten ohne Wenn und Aber verurteilt werden.

Die Debatte darüber, ob 12- oder 13-Jährige die Tragweite ihres Handelns vollumfänglich begreifen können, hat an Schärfe gewonnen. Innenminister Jan Redmann (CDU) setzt sich dafür ein, die Strafmündigkeit in Deutschland auf 12 Jahre herabzusetzen. Die aktuellen Gesetze reichten nicht aus, um das Problem zu lösen, argumentiert er. Gleichzeitig fordert die Gewerkschaft der Polizei stärkere präventive Maßnahmen, darunter eine sichtbarere Polizeipäsenz sowie eine engere Zusammenarbeit mit Schulen und Jugendeinrichtungen.

Der Anstieg rechtsextremer Jugendgewalt setzt die Behörden unter Handlungsdruck. Polizei und Politiker rufen nun zu einer gemeinsamen Antwort auf, um den Trend einzudämmen. Angesichts der wachsenden Zahl und Brutalität der Vorfälle liegt der Fokus auf verschärfter Strafverfolgung und frühzeitiger Intervention, um eine weitere Eskalation zu verhindern.

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