08 May 2026, 00:11

Rheinmetall wächst trotz schwacher Quartalszahlen mit ehrgeizigen Expansionsplänen

Deutsches Aktienzertifikat für 100 Reichsmark mit schwarzem Rand und gedrucktem Text.

Rheinmetall wächst trotz schwacher Quartalszahlen mit ehrgeizigen Expansionsplänen

Rheinmetall verzeichnet gemischte Quartalszahlen, treibt aber Expansionspläne voran

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat für das erste Quartal 2024 gemischte Ergebnisse vorgelegt, während das Unternehmen seine ehrgeizigen Wachstumspläne weiter vorantreibt. Zwar stieg der Umsatz um 8 Prozent, doch die Zahlen blieben hinter den Markterwartungen zurück. Gleichzeitig laufen Verhandlungen über neue Raketenprojekte und Werftübernahmen weiter.

Im ersten Quartal 2024 erzielte Rheinmetall einen Umsatz von 1,94 Milliarden Euro – ein Plus von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allerdings lag das Ergebnis damit 330 Millionen Euro unter den Prognosen der Analysten. Auch das operative Ergebnis kletterte um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro, verfehlte jedoch die Erwartungen um 38 Millionen Euro.

Der Auftragsbestand des Konzerns stieg indes um 31 Prozent auf 73 Milliarden Euro an – erstmals inklusive Marinesysteme. Rheinmetall bestätigte seine Prognose für 2026 und peilt einen Umsatz von 14 bis 14,5 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von etwa 19 Prozent an.

Die Expansion bleibt ein zentrales Thema: Rheinmetall hat ein vorläufiges Angebot für die German Naval Yards Kiel abgegeben und prüft den Kauf eines Teils der rumänischen Werft Mangalia. Zudem verhandelt das Unternehmen mit mehreren Ländern im Nahen Osten über die Lieferung von bis zu zehn Luftabwehrsystemen im Jahr 2025.

Bei der Raketenproduktion verlaufen die Gespräche mit Lockheed Martin langsamer als erwartet. Rheinmetall lotet daher zusätzliche Partnerschaften aus, unter anderem mit Raytheon. Ein gemeinsames Projekt mit dem niederländischen Unternehmen Destinus zielt darauf ab, bis Ende 2026 oder Anfang 2027 Marsflugkörper zu produzieren.

Für das zweite Quartal erwartet Rheinmetall eine deutliche Verbesserung, getrieben durch Großaufträge im Bereich Marinesysteme und militärische Fahrzeuge.

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Trotz verfehlter Finanzziele deuten der wachsende Auftragsbestand und die Expansionsstrategie auf anhaltendes Wachstum hin. Die Fokussierung auf Marinesysteme, Raketenproduktion und internationale Geschäfte könnte die Performance des Konzerns in den kommenden Jahren prägen. Großaufträge im zweiten Quartal könnten die früheren Rückgänge ausgleichen.

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