Rodgau verliert seine Märkte: Warum der Wirtschaftsverband 2026 aufgibt
Emma KochRodgau verliert seine Märkte: Warum der Wirtschaftsverband 2026 aufgibt
Der Rodgauer Wirtschaftsverband hat bekannt gegeben, dass er nach April 2026 keine der städtischen Frühlings-, Kürbis- und Weihnachtsmärkte mehr organisieren wird. Als Hauptgründe für diesen Schritt nannte die Vereinigung steigende Kosten, verschärfte Sicherheitsvorschriften und begrenzte personelle Ressourcen. Trotz der Abschaffung der Märkte werden einige lokale Bräuche wie Osterbrunnenschmücken und Maibaumfeste wie gewohnt weitergeführt.
Die Entscheidung folgt auf Jahre wachsender finanzieller und logistischer Belastungen. Tobias Schott, einer der Veranstalter, erläuterte, dass sich die Ausgaben in fast allen Bereichen – von der Planung über den Transport bis hin zum Personal – deutlich erhöht hätten. Strengere Sicherheitsauflagen hätten die Situation zusätzlich erschwert und die Durchführung der Märkte in ihrer bisherigen Form zunehmend unmöglich gemacht.
Der Verband betonte, dass der letzte Frühlingsmarkt wie ursprünglich geplant am 26. April 2026 stattfinden werde. Danach werde sich die Organisation jedoch vollständig auf ihre Kernaufgabe als Wirtschaftsnetzwerk konzentrieren. Künftig sollen der Austausch, der Wissensaustausch und die Vernetzung unter lokalen Unternehmerinnen und Unternehmern im Mittelpunkt stehen.
Stadtvertreter bestätigten, über die Entscheidung des Verbandes informiert worden zu sein, wiesen jedoch Vorwürfe zurück, ihre Unterstützung sei reduziert worden. Die Behörden versicherten, die Veranstaltungen nicht weniger gefördert zu haben – trotz der Bedenken der Organisatoren hinsichtlich knapper Ressourcen.
Mit dem Ende der Märkte wird der Wirtschaftsverband nun die Stärkung von Netzwerken und Dialog innerhalb der regionalen Wirtschaft priorisieren. Von der Streichung betroffen sind drei große Veranstaltungen, während andere Traditionen wie Osterbräuche und Maibaumaufstellungen unverändert bleiben. Der letzte Frühlingsmarkt im April 2026 markiert damit das Ende einer Ära für Rodgaus saisonale Feste.






