23 April 2026, 06:16

Wie die Weihnachtskrippe von Italien nach Deutschland kam und blieb

Eine Krippe in einer Kirche, geschmückt mit Weihnachtslichtern, mit Statuen, Pflanzen, Säulen und einer Texttafel im Vordergrund und einer festlichen Decke im Hintergrund.

Wie die Weihnachtskrippe von Italien nach Deutschland kam und blieb

Weihnachtskrippe: Eine jahrhundertealte Tradition mit italienischer Wurzel und deutscher Prägung

Weihnachtskrippen gehören seit Jahrhunderten zu den Festtagsbräuchen. Ihre Ursprünge reichen bis in die frühe Christenheit zurück, doch ihre heutige Form entwickelte sich im Italien des 16. Jahrhunderts. Mit der Zeit wurde der Brauch in ganz Europa beliebt – auch Deutschland übernahm später eine eigene, charakteristische Variante.

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Die ersten Darstellungen der Geburt Jesu waren schlicht: Sie zeigten lediglich das Jesuskind, einen Ochsen und einen Esel. Obwohl die Idee bereits länger bestand, wird oft Franz von Assisi als Schöpfer der ersten Weihnachtskrippe im Jahr 1223 genannt.

Ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts begannen italienische Haushalte, eigene Krippen aufzustellen. In Deutschland tauchten kirchliche Darstellungen zu Beginn des 17. Jahrhunderts auf und erlebten besonders im Barock eine Blütezeit. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts kamen neue Figuren hinzu, etwa Hirten und Engel.

Ein entscheidender Wandel vollzog sich 1802: Durch Säkularisierungsgesetze wurden Krippen aus den Kirchen verbannt und fanden stattdessen Einzug in private Haushalte. Noch heute ist die Tradition lebendig – Deutschland begeht sogar am 7. Dezember den Tag der Weihnachtskrippe. Initiiert wurde dieser Feiertag von Sven Giese, dem Gründer des Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt.

Die Weihnachtskrippe ist damit älter als viele andere Weihnachtsbräuche. Von bescheidenen Anfängen bis zu aufwendigen Inszenierungen bleibt sie fester Bestandteil der Festtagsdekoration in Wohnzimmern und Kirchen. Ihre lange Geschichte spiegelt die anhaltende Bedeutung in der Weihnachtszeit wider.

Quelle