S11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln steht – doch Pendler müssen bis 2030 warten
Lukas HoffmannS11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln steht – doch Pendler müssen bis 2030 warten
Ausbau der S11-Strecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln ist voll finanziert – Baubeginn möglicherweise Ende 2030
Der Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln hat die vollständige Finanzierung erhalten, wobei die Bauarbeiten voraussichtlich Ende 2030 beginnen könnten. Das Gesamtbudget beläuft sich nun auf 836 Millionen Euro, die sich Bund und Land teilen. Pendler müssen sich jedoch auf jahrelange Einschränkungen einstellen, da die umfangreichen Modernisierungsarbeiten voranschreiten.
Nordrhein-Westfalen (NRW) stellt 305 Millionen Euro für das Projekt bereit, während der Bund 531 Millionen Euro beisteuert. Die Ausbaupläne umfassen ein zweites Gleis entlang der Strecke, einen neu gebauten Bahnhof in Bergisch Gladbach, einen neuen Haltepunkt Köln-Kalk West sowie barrierefreie Umbauten an allen Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer erwartet, dass alle Baugenehmigungen noch in diesem Sommer vorliegen werden. Sobald diese erteilt sind, kann die DB InfraGO mit der Ausschreibung von Aufträgen beginnen und Gleissperrungen planen. Die erste größere Vollsperre ist bereits vom 10. April bis zum 3. Juli 2026 vorgesehen, um den Bau eines digitalen Stellwerks in Mülheim vorzubereiten.
Laut Ragnar Migenda, dem Ersten Beigeordneten von Bergisch Gladbach, könnten die Hauptbauarbeiten bereits gegen Ende 2030 anlaufen. Allerdings verzögert sich das ursprüngliche Ziel, das zweite Gleis bis Anfang 2032 fertigzustellen, aufgrund von Überschneidungen mit anderen Infrastrukturprojekten.
Nach Abschluss der Arbeiten wird die S11 alle zehn Minuten verkehren, im Berufsverkehr fast alle fünf Minuten. Bis dahin müssen Fahrgäste jedoch mit anhaltenden Einschränkungen während der gesamten Bauphase rechnen.
Der Ausbau der S11 bringt schnellere, häufigere Züge und modernisierte Bahnhöfe in die Region. Mit gesicherter Finanzierung und kurz vor der Genehmigung der Pläne rückt nun die Bewältigung der langjährigen Bauphase in den Fokus. Pendler müssen sich auf Jahre mit Sperrungen einstellen, bevor sie die Vorteile der aufgewerteten Strecke nutzen können.






