Sachsen-Anhalt blockiert AfD-Praktika für Schüler beim Girls' und Boys' Day
Paul FischerSachsen-Anhalt blockiert AfD-Praktika für Schüler beim Girls' und Boys' Day
Schulen in Sachsen-Anhalt verbieten Schülerpraktika bei der AfD-Landtagsfraktion
Schulen in Sachsen-Anhalt haben Schülern untersagt, im Rahmen des jährlichen Girls' und Boys' Day Praktika bei der Landtagsfraktion der AfD zu absolvieren. Bei der Initiative erkunden Jugendliche verschiedene Berufsfelder. Bildungsminister Jan Riedel (parteilos) unterstützt das Vorgehen und verweist auf die umstrittene politische Ausrichtung der Partei.
Über 20 Schüler hatten sich in diesem Jahr für ein Praktikum bei der AfD-Fraktion beworben. Die Behörden lehnten die Anträge jedoch ab mit der Begründung, eine Zusammenarbeit mit der Partei sei nicht vertretbar. Riedel verwies auf die Einstufung der AfD als rechtsextreme Organisation und warf ihr vor, ihr Programm enthalte undemokratische und menschenverachtende Positionen.
Die AfD wies die Entscheidung als politisch motiviert zurück. Ulrich Siegmund, Fraktionsvorsitzender in Sachsen-Anhalt, betonte, die Landtagsfraktion agiere unabhängig von der Partei selbst. Dennoch hielt Riedel daran fest, dass Schulen verfassungsfeindlichen Gruppierungen keine Plattform bieten dürften und verfassungstreue Werte vermitteln müssten.
Das Verbot richtet sich gezielt gegen das Büro der AfD-Fraktion – andere politische Parteien oder Abgeordnete sind davon nicht betroffen. Behörden haben Praktika bei anderen Organisationen oder Politikern nicht eingeschränkt.
Die Regelung verhindert, dass Schüler Berufserfahrung im Team der AfD-Landtagsfraktion sammeln können. Schulen werden die Jugendlichen nun auf alternative Praktikumsplätze verweisen. Der Streit spiegelt die anhaltenden Kontroversen über den politischen Status der AfD und ihre Rolle in öffentlichen Institutionen wider.






