Sarah Fergusons Memoiren scheitern: Verlage lehnen Epstein-Enthüllungen ab

Emma Koch
Emma Koch
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Ein aufgeschlagenes Buch mit dem Titel 'Eine Abhandlung über den beklagenswerten Zustand der Praxis der Medizin in London' mit sichtbarem Text auf der Seite.Emma Koch

Sarah Fergusons Memoiren scheitern: Verlage lehnen Epstein-Enthüllungen ab

Sarah Fergusons Versuch, in den USA einen 1,5-Millionen-Pfund-Buchdeal abzuschließen, ist gescheitert. Große Verlage lehnen ihre geplanten Memoiren ab, in denen sie angeblich ihre Verbindungen zu Jeffrey Epstein thematisieren wollte. Die Absage fällt in eine Phase, in der ihre kommerziellen Aussichten angesichts anhaltender Kontroversen weiter schwinden.

Ferguson hatte einst eine erfolgreiche Karriere außerhalb der königlichen Kreise aufgebaut. Sie schrieb Kinderbücher und einen Liebesroman, leitete ihre eigene Produktionsfirma Storyvine und trat als Korrespondentin für den US-Sender NBC auf. Ihre Medienpräsenz reichte von Werbekampagnen für Weight Watchers bis hin zu Dokumentationen und Podcasts.

Doch ihre finanziellen Verstrickungen mit Epstein warfen seit langem einen Schatten auf ihre berufliche Arbeit. Aus E-Mails geht hervor, dass er sie über ein Jahrzehnt hinweg unterstützte – selbst 2009 zahlte er noch 20.000 Pfund, nachdem sie gedroht hatte, ihn an die Presse zu bringen. Kürzlich durchgesickerte Unterlagen deuten darauf hin, dass sie sogar ihre Kinder und ihre Patentochter mit Epstein in Kontakt brachte, was die Affäre weiter zuspitzte.

Verlage stufen sie mittlerweile als belastet ein. Brancheninsider berichten, dass kein US-Unternehmen den Anschein erwecken wolle, sie durch eine Veröffentlichung indirekt vom Epstein-Skandal profitieren zu lassen. Die Royalty-Autoren Andrew Lownie und Robert Jobson bestätigen, dass ihr Ruf nachhaltig beschädigt sei. Ohne öffentliche Auftritte seit Jahren und mit dem gescheiterten Buchprojekt hat Fergusons Marktposition einen Tiefpunkt erreicht.

Die Ablehnung ihrer Memoiren beraubt sie einer bedeutenden Verlagsplattform. Ihr früherer Mediensuccess und ihre geschäftlichen Unternehmungen stehen damit in scharfem Kontrast zu ihrer heutigen Isolation. Fürs Erste bleibt ihre Zukunft im öffentlichen Leben ungewiss.