Spritpreise explodieren: Superbenzin und Diesel erreichen neue Rekordwerte
Stjepan HeinrichTreibstoffpreise steigen erneut - Spritpreise explodieren: Superbenzin und Diesel erreichen neue Rekordwerte
Die Spritpreise sind am Freitag erneut stark angestiegen und belasten Autofahrer im ganzen Land. Der Preis für Superbenzin E10 kletterte um 1,2 Cent auf 2,028 Euro pro Liter, während Diesel um 1,9 Cent auf 2,149 Euro zulegte. Die Preiserhöhungen kommen, da die globalen Ölmärkte auf die anhaltende Instabilität im Nahen Osten reagieren.
Der jüngste Anstieg folgt auf einen deutlichen Sprung der Nordsee-Brent-Rohölpreise, die am Freitag bei rund 103 US-Dollar pro Fass schlossen. Noch wenige Tage zuvor hatte das Fass bei etwa 90 Dollar gelegen. Analysten sehen im eskalierenden Iran-Konflikt den Hauptgrund: Angriffe auf Energieinfrastrukturen am Golf und Anschläge auf Öltanker in irakischen Gewässern unterbrechen die Versorgungsrouten.
US-Militärschläge – darunter Angriffe auf über 5.000 iranische Ziele – haben die Befürchtungen vor weiterer Destabilisierung verstärkt. Ein kurzer Preisrückgang war zu verzeichnen, nachdem US-Präsident Donald Trump Signale für eine mögliche Deeskalation des Konflikts gesendet und die Freigabe strategischer Reserven angekündigt hatte. Doch logistische Verzögerungen und der Aufstieg eines hardliner iranischen Führers kehrten jede Entspannung schnell wieder um.
Erste Zahlen vom Samstagmorgen deuten darauf hin, dass der Aufwärtstrend anhalten wird – sowohl bei E10 als auch bei Diesel werden weitere Preisanstiege erwartet.
Die Kombination aus geopolitischen Spannungen und der Volatilität auf dem Ölmarkt treibt die Kosten an der Zapfsäule direkt in die Höhe. Solange Brent-Rohöl über 100 Dollar pro Fass bleibt, gibt es für Autofahrer keine unmittelbare Entlastung von den steigenden Spritpreisen.