Stefan Raab löst mit antisemitischen "Witzen" über Gil Ofarim Empörung aus

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Eine Karikatur eines Mannes mit einem großen Geldbeutel auf Felsen, der einen Stock hält, umgeben von Menschen, mit der Aufschrift "Hört auf mit eurer grausamen Unterdrückung der Juden".Admin User

Stefan Raab löst mit antisemitischen "Witzen" über Gil Ofarim Empörung aus

Ein umstrittenes Ereignis mit antisemitischen Äußerungen ist erneut aufgeflammt – diesmal im Zusammenhang mit einer beliebten Fernsehshow und nicht mit einem Dschungelcamp-Teilnehmer. Stefan Raab, einer der bekanntesten Unterhalter Deutschlands, geriet in die Kritik, nachdem er den Sänger Gil Ofarim in einer Livesendung verspottet hatte. Die betreffende Sequenz wurde am 27. Januar ausgestrahlt – dem Holocaust-Gedenktag – was die Vorwürfe zusätzlich verschärfte.

Der Konflikt nahm 2021 seinen Anfang, als der damals wenig bekannte Prominente Gil Ofarim fälschlicherweise einen Hotelangestellten der antisemitischen Belästigung bezichtigte. Das Verfahren wurde später gegen eine Geldauflage eingestellt, doch der Skandal verfolgte ihn bis in das RTL-Dschungelcamp im Jahr 2024. Während seiner Teilnahme weigerte sich Ofarim wiederholt, auf die Vorwürfe einzugehen, und berief sich auf eine vertragliche Schweigepflicht. Die anderen Kandidaten drängten ihn zunächst auf Antworten, ließen das Thema dann aber fallen.

Nach der Abschlussanalyse der Show, Die Stunde danach, zeigte RTL eine von Stefan Raab moderierte Zusammenfassung. Statt einer sachlichen Rückschau griff Raab Ofarim mit einer Reihe antisemitischer Klischees an. Er "scherzte" über ein angebliches "Schummel-Gen", das von einem fiktiven "Onkel Samuel" vererbt worden sei – ein Name, der jüdische Täuschungsmanöver evozieren soll. Die Sequenz enthielt Bilder eines orientalisch aussehenden Mannes, der Äpfel stiehlt, ultraorthodoxe Juden, die zu Ofarims Musik tanzen, sowie Anspielungen auf Erfolge in der "jüdischen Gemeinschaft". Der Titel des Spiels, Geld oder Gil, bediente dabei abgedroschene Klischees über Geldgier.

RTL entfernte den Clip später und räumte ein, er habe zu Missverständnissen führen können. Der Sender bestritt zwar antisemitische Absichten, gab jedoch zu, dass die Sequenz schädliche Deutungen ermöglicht habe. Der Vorfall lenkte die Aufmerksamkeit von Ofarims früheren Handlungen auf Raabs Verhalten und warf Fragen nach der Verantwortung von Spitzenstars in Deutschland auf.

Die gelöschte Passage offenbarten einen eklatanten Gegensatz: Während B-Prominente im Dschungel für kleine Fehltritte unter die Lupe genommen werden, konnte eine große TV-Persönlichkeit antisemitische Stereotype verbreiten – ohne sofortige Konsequenzen. RTLs zögerliche Reaktion und die nur teilweise Rücknahme warfen zudem Fragen nach der redaktionellen Kontrolle auf. Der Fall zeigte auch, wie historische Unempfindlichkeit – ausgerechnet am Holocaust-Gedenktag ausgestrahlt – die Verletzung noch verstärken kann.

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