Steuerbonus für Handwerkerleistungen: Droht Haushalten das Aus für die Förderung?
Paul FischerSteuerbonus für Handwerkerleistungen: Droht Haushalten das Aus für die Förderung?
Die deutsche Regierungskoalition prüft derzeit eine Steuervergünstigung für Handwerksleistungen im Haushalt. Die mögliche Änderung könnte private Haushalte treffen, die derzeit von Abzügen bei Handwerkerkosten profitieren. Beamte untersuchen nun, wie sich eine Streichung des Steuerbonus auf Unternehmen und die staatlichen Einnahmen auswirken würde.
Nach dem aktuellen System können Haushalte bis zu 20 Prozent der förderfähigen Handwerkerkosten von der Einkommensteuer absetzen. Der maximale jährliche Abzug ist auf 6.000 Euro begrenzt, was eine Steuerersparnis von bis zu 1.200 Euro ermöglicht. Mit dem möglichen Schritt zielt die Koalition darauf ab, die Staatseinnahmen durch den Wegfall dieser Förderung zu erhöhen.
Koalitionsabgeordnete haben bereits Gespräche mit Wirtschaftsverbänden aufgenommen, um die Folgen einer solchen Entscheidung abzuschätzen. Unterdessen behaupten führende Mitglieder der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, ihnen lägen keine Pläne zur Abschaffung der Steuervergünstigung vor. Auch ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums wollte nicht bestätigen, ob der Bonus tatsächlich in Frage steht.
Die Überprüfung könnte zu Änderungen führen, wie Hausbesitzer Renovierungskosten steuerlich geltend machen können. Würde die Förderung gestrichen, entfiele für private Haushalte die Möglichkeit, ihre Ausgaben auf diese Weise zu mindern. Die endgültige Entscheidung der Regierung hängt von weiteren Beratungen mit Vertretern der Branche ab.






