10 April 2026, 20:02

Uli Hoeneß fordert mehr Akzeptanz für Homosexualität im Profifußball

Regenbogenflagge mit männlichen und weiblichen Symbolen in der Mitte, die die Vielfalt der LGBTQ+-Gemeinschaft symbolisieren.

Uli Hoeneß fordert mehr Akzeptanz für Homosexualität im Profifußball

Uli Hoeneß, der ehemalige Präsident des FC Bayern München, hat sich offen über Homosexualität im Profifußball geäußert. Er betonte, der Verein werde jeden Spieler voll und ganz unterstützen, der sich entscheidet, sich zu outen. Seine Äußerungen kommen zu einer Zeit, in der kein aktiver Fußballer in den ersten drei deutschen Ligen öffentlich als schwul lebt.

Hoeneß kritisierte zudem das anhaltende Schweigen zu diesem Thema und forderte mehr Akzeptanz im Männerfußball. In jüngsten Interviews machte er deutlich, dass der FC Bayern hinter einem Spieler stehen würde, der sich outet. Er bezeichnete die Thematik als "kein Problem" und argumentierte, der Fußball solle den gesellschaftlichen Fortschritt widerspiegeln. Dennoch bleibt Homosexualität im männlichen Profisport ein selten diskutiertes Thema.

Der Kontrast zum Frauenfußball könnte kaum größer sein. Seit Jahren leben Spielerinnen offen mit ihrer sexuellen Orientierung, ohne mit nennenswerten negativen Reaktionen konfrontiert zu werden. Im Männerfußball hingegen hält das Schweigen an.

Christian Dobrick, U19-Trainer beim FC St. Pauli, hat sich kürzlich als schwul geoutet. Seitdem kritisiert er die Kultur im männlichen Profifußball als veraltet. Dobricks Entscheidung, an die Öffentlichkeit zu gehen, unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen für schwule Männer in diesem Sport.

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Hoeneß' Haltung entspricht den wachsenden Forderungen nach Veränderung. Zwar signalisieren seine Worte Unterstützung, doch das Fehlen geouteter Spieler in den deutschen Spitzenligen zeigt, wie viel noch zu tun ist. Seine Äußerungen markieren zwar einen Schritt in Richtung größerer Offenheit im Fußball. Die Bereitschaft des FC Bayern, einen Spieler zu unterstützen, der sich outet, könnte andere ermutigen, es ihm gleichzutun. Dennoch bleibt die Tatsache bestehen: Kein aktiver Fußballer in den deutschen Top-Ligen hat diesen Schritt gewagt.

Der Unterschied zwischen Männer- und Frauenfußball macht deutlich, wie weit der Weg zur vollen Akzeptanz noch ist. Der Sport ringt weiterhin mit einem Thema, das weitgehend unausgesprochen bleibt.

Quelle