Ver.di-Chef Werneke bleibt hart: Keine Kompromisse bei Sozialkürzungen
Beatrix FiebigVer.di-Chef Werneke bleibt hart: Keine Kompromisse bei Sozialkürzungen
Frank Werneke, Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, hat nach einem Treffen mit Spitzenvertretern der Koalition und Sozialpartnern seine Forderungen bekräftigt. Die Gespräche im Kanzleramt bezeichnete er sowohl in der Form als auch in der Atmosphäre als positiv. Gleichzeitig betonte der Gewerkschaftschef, dass sich an den für seine Organisation zentralen Themen nichts geändert habe.
Werneke machte deutlich, dass Ver.di keine „Schattenregierung“ sei, aber weiterhin seine Argumente vorbringen und dialogbereit bleiben werde. Er forderte Reformen, die die Kaufkraft stärken, um so ein reales Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Zugleich räumte er ein, dass es zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften unterschiedliche Auffassungen zu Sozialversicherungssystemen und Arbeitsmarktpolitik gebe.
Laut Berichten hörten die Koalitionsspitzen den Ausführungen Wernekes mit „großer Aufmerksamkeit und aufrichtigem Interesse“ zu. Der Gewerkschafter lobte diese Offenheit, warnte jedoch vor Kürzungen im Sozialsystem, die er als „soziale Verwüstung“ bezeichnete. Zudem kündigte er an, dass Ver.di die endgültigen Beschlüsse der Koalition prüfen und daraus eigene Schlussfolgerungen ziehen werde.
Nun liege es in der Verantwortung der Koalition, Entscheidungen zu treffen, so Werneke. Ver.di werde die Ergebnisse bewerten und entsprechend reagieren. Die Gewerkschaft bleibt kompromisslos in ihrer Haltung gegen Sozialkürzungen und für eine Politik, die die wirtschaftliche Sicherheit der Beschäftigten stärkt.






