12 June 2026, 12:07

Verfallendes Denkmal in Halle: Gehweg gesperrt, Zukunft ungewiss

Historisches Ensemble an der Mansfelder Straße verwahrlost nach Pleite eines Großinvestors - Stadt prüft Übernahme, möglicher neuer Investor im Visier

Verfallendes Denkmal in Halle: Gehweg gesperrt, Zukunft ungewiss

Ein historisches Gebäudeensemble in Halle (Saale) verfällt zusehends – der angrenzende Gehweg wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt. Der Komplex an der Ecke Mansfelder Straße/Tuchrahmen hat sich nach einem Brand, der die Bausubstanz schwächte, weiter verschlechtert. Auch die nahegelegene Gaststätte „Grüne Tanne“ steht seit Jahren leer und ist wiederholt Ziel von Vandalismus geworden.

Der Verfall der Anlage verschärfte sich, nachdem der Projektentwickler Norsk Insolvenz anmelden musste. Das Unternehmen hatte geplant, die Altbauten zu sanieren, Neubauten zu errichten und eine Tiefgarage zu bauen. Diese Vorhaben liegen nun auf Eis und lassen die Zukunft des Geländes in der Schwebe.

Mittlerweile hat sich ein spezialisiertes Sanierungsunternehmen bereit erklärt, die bestehenden Gebäude ohne Neubau zu erhalten. Die Stadt Halle hat unterdessen den angrenzenden Gehweg vorsorglich gesperrt, da Einsturzgefahr durch herabfallende Mauerteile besteht. René Rebenstorf, Leiter des städtischen Bauamtes, bestätigte, dass die Gespräche mit dem Insolvenzverwalter zäh und schwierig verlaufen.

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Die Gaststätte „Grüne Tanne“ in der Packhofgasse steht bereits seit 15 Jahren auf Halles „Roter Liste“ der gefährdeten Denkmale. Sie ist unverändert leer und wurde immer wieder verwüstet. Die Stadt leitet nun rechtliche Schritte gegen den insolventen Eigentümer ein und prüft Notfallmaßnahmen, um den Gehweg wieder für Fußgänger sicher zugänglich zu machen. Die Zukunft des Ensembles wie auch der „Grünen Tanne“ bleibt jedoch ungewiss.

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