Warhorse Studios dementiert Herr-der-Ringe-Gerüchte – doch wer entwickelt das Tolkien-RPG?
Emma KochWarhorse Studios dementiert Herr-der-Ringe-Gerüchte – doch wer entwickelt das Tolkien-RPG?
Monatelang rankten sich Gerüchte, dass Warhorse Studios möglicherweise die Rechte an Der Herr der Ringe erworben habe. Das tschechische Entwicklerstudio, bekannt für Kingdom Come: Deliverance, galt als idealer Kandidat für eine Open-World-Adaption von Tolkiens Universum. Doch aktuelle Stellungnahmen haben die Lage geklärt – und damit der Spekulation ein Ende gesetzt.
Den Anfang nahm die Diskussion, als Ryszard Chojnowski, ein polnischer Experte für Spiel-Lokalisierung, verlauten ließ, Warhorse könnte die Lizenz erhalten haben. Anfangs skeptisch, räumte er ein, dass die Idee mit der Zeit an Plausibilität gewann. Fans, darunter Branchengrößen wie Karsten Scholz, sahen im Studio großes Potenzial für die Gestaltung immersiver Welten. Scholz, der Kingdom Come: Deliverance 2 bereits zu seinem "Spiel des Jahres 2025" kürte, lobte die Reihe für ihre atmosphärische Dichte und glaubwürdigen Quests.
Doch die Euphorie währte nur kurz. Warhorse Studios bestätigte offiziell, dass es keine konkreten Pläne für ein Herr-der-Ringe-Projekt gebe. Stattdessen deuten Berichte nun auf Crystal Dynamics – ein weiteres Studio der Embracer Group – als Entwickler des anstehenden Herr-der-Ringe-Rollenspiels hin. Gleichzeitig bleibt die 100-Millionen-Dollar-Investition der VAE in ein Open-World-Tolkien-Spiel an ein anderes Studio innerhalb von Embracer gebunden.
Warhorse konzentriert sich unterdessen auf Kingdom Come: Deliverance 3, einen Titel, der zuvor zusammen mit rechtlichen Schritten gegen Verleumdungskampagnen angekündigt wurde. Zwar befeuert der Ruf des Studios für Realismus und Detailtreue weiterhin Fantheorien, doch direkte Verbindungen zu Mittelerde wurden nie bestätigt.
Die Verwirrung zeigt, wie schnell sich Gerüchte in der Spielebranche verbreiten. Während Crystal Dynamics das Herr-der-Ringe-RPG vorantreibt und Warhorse seiner eigenen Serie treu bleibt, bleibt die Zukunft der Tolkien-inspirierten Projekte unter Embracer zersplittert. Fürs Erste müssen sich Fans in Geduld üben – und auf offizielle Ankündigungen warten, statt auf Spekulationen, um zu erfahren, was wirklich in Entwicklung ist.






