25 April 2026, 10:11

Warum Deutschland am 5. Februar den "Hast du gepupst?"-Tag feiert

Plakat für die Munchener Faschings Redoute mit einem Gesicht einer Frau mit einer Blume im Haar und Veranstaltungstext.

Warum Deutschland am 5. Februar den "Hast du gepupst?"-Tag feiert

Jährlich am 5. Februar feiert Deutschland einen ungewöhnlichen Anlass: den "Hast du gepupst?"-Tag. Die 2006 ins Leben gerufene Aktion ermutigt die Menschen, Blähungen als natürlichen Bestandteil des Lebens zu akzeptieren. Das Datum fällt zudem mit dem weniger bekannten US-amerikanischen "National Furz-Tag" zusammen, dessen Ursprünge jedoch im Dunkeln liegen.

Die Idee zum "Hast du gepupst?"-Tag stammte von Bastian Melnyk, einem deutschen Illustrator und Karikaturisten. Er initiierte das humorvolle Ereignis, um das Tabu um körpereigene Funktionen zu brechen. Dabei hat das Thema Blähungen sogar Einzug in kulturelle Mythen gehalten: Die französische Ethnologin Elsa Gómez-Imbert dokumentierte eine Legende der Tatuyo aus Kolumbien, in der der Ursprung von Ton mit einer Furz-Geschichte verknüpft wird.

Jenseits von Folklore und Humor ist Flatulenz sogar zur Performance-Kunst geworden. Der britische Unterhalter Paul Oldfield, besser bekannt als "Mr. Methan", erlangte Berühmtheit durch seine ungewöhnliche Kunst des musikalischen Furzens. Seine Shows verbinden Comedy mit einem unerwarteten Talent und beweisen, dass selbst die natürlichsten Körperfunktionen in der Unterhaltungsbranche ihren Platz finden können.

Der "Hast du gepupst?"-Tag wird in Deutschland weiterhin jedes Jahr am 5. Februar begangen. Die Aktion fördert Offenheit für eine universelle menschliche Erfahrung. Während die Ursprünge des amerikanischen Pendant unklar bleiben, zeigen beide Anlässe, wie Humor aus einer Alltagssituation etwas Bemerkenswertes machen kann.

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