25 June 2026, 12:02

Bauwirtschaft zeigt erste Erholung – doch Wohnungsmangel und Materialkosten bremsen den Aufschwung

Wendepunkt noch ausstehend

Bauwirtschaft zeigt erste Erholung – doch Wohnungsmangel und Materialkosten bremsen den Aufschwung

Die deutsche Bauwirtschaft zeigt Anzeichen einer Erholung: Wichtige Teilbereiche verzeichnen Wachstum, und die Auftragseingänge steigen. Dennoch bleiben Herausforderungen bestehen – etwa stark gestiegene Materialkosten und der anhaltende Wohnungsmangel. Die Branche fordert daher stärkere Anreize für den Wohnungsbau sowie eine Beschleunigung der Genehmigungsverfahren.

Im April 2024 stiegen die Umsätze im öffentlichen Baugewerbe, angetrieben vor allem vom Tiefbau, der nominal 6,5 Prozent zum Wachstum beitrug. Gleichzeitig brach der öffentliche Nichtwohnungsbau mit einem Rückgang von 8,2 Prozent stark ein. Der Tiefbau war auch der Haupttreiber für den Umsatzanstieg in allen drei großen Segmenten der Branche.

Im gewerblichen Bau verzeichnete der Umsatz ein nominales Plus von 6,8 Prozent, während die Auftragseingänge um 2,6 Prozent zunahmen. Auch der Wohnungsbau erholte sich und meldete erstmals seit langer Flaute wieder steigende Umsätze und Auftragseingänge. Allein im April 2024 stiegen die Wohnbauumsätze um 7,1 Prozent und die neuen Aufträge um 8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Insgesamt legten die Auftragseingänge im Bausektor in den ersten vier Monaten 2024 um 1,8 Prozent im Jahresvergleich zu. Die kumulierten Umsätze für denselben Zeitraum blieben jedoch auf dem Niveau des Vorjahres. Die Materialpreise stiegen weiter an – so kostete Bitumen im Mai 2026 nominal 31,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ob die Branche die wirtschaftliche Erholung unterstützen kann, hängt davon ab, ob zentrale Probleme gelöst werden: schnellere Genehmigungsverfahren, stärkere Wohnbauförderung und effizientere Projektumsetzung sind dringend nötig. Deutschland benötigt jährlich rund 320.000 neue Wohnungen, doch das aktuelle Bauvolumen reicht nicht aus, um die Knappheit zu lindern.

Quelle