BSW fordert Debatten mit AfD-Chefin Weidel vor Ost-Landtagswahlen
Stjepan HeinrichBSW fordert Debatten mit AfD-Chefin Weidel vor Ost-Landtagswahlen
Die Sahra-Wagenknecht-Allianz (BSW) fordert das Ende der politischen Brandmauer gegen die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD). Zudem hat die Partei die AfD-Vorsitzende Alice Weidel zu zwei öffentlichen Debatten vor den anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland herausgefordert.
Die Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern finden am 6. bzw. 20. September statt. Die BSW strebt an, dass dabei parteilose Ministerpräsidenten gewählt werden, die mit wechselnden Mehrheiten regieren – gegebenenfalls auch mit Unterstützung der AfD.
Die Partei argumentiert, sowohl sie als auch die AfD stünden aus unterschiedlichen Gründen in der Kritik des politischen Establishments. BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht wirft öffentlichen Rundfunkanstalten zudem vor, ihrer Partei kaum eine Stimme zu geben.
Vorgeschlagen wurden zwei Debatten – eine in Magdeburg, eine in Schwerin –, bei denen Weidel und Wagenknecht auf einem zentralen Platz aufeinandertreffen sollen. Die BSW betont, es gehe nicht um eine Koalition mit der AfD, sondern darum, die Partei bei parlamentarischen Entscheidungen einzubinden, wenn ihre Stimmen für Mehrheiten benötigt werden.
Mit ihren Vorstößen will die BSW die politischen Bündnisse in Ostdeutschland neu ordnen. Die Debatten und Wahlergebnisse werden zeigen, ob ihr Ansatz Unterstützung findet. Die Haltung der Partei markiert einen Wandel im Umgang mit der AfD in künftigen Regierungsfragen.
