Gorleben bleibt Atomlager für weitere 20 Jahre – trotz Endlagersuche
Heinz-Walter Koch IIGorleben bleibt Atomlager für weitere 20 Jahre – trotz Endlagersuche
Atomanlage Gorleben: Lager für Atommüll bleibt weitere 20 Jahre in Betrieb
Die Atommüll-Zwischenlagerstätte Gorleben wird über die aktuelle Genehmigung hinaus weitere 20 Jahre betrieben. Die Verlängerung erfolgt, während Deutschland weiterhin nach einem Endlager für hochradioaktiven Abfall sucht. Umweltverbände haben bereits Bedenken gegen die Entscheidung geäußert.
Die bestehende Betriebserlaubnis für die Anlage sollte 2034 nach 40 Jahren auslaufen. Die Zustimmung für die Verlängerung wird vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) geprüft. Der Betreiber BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung begründet den Schritt mit Sicherheitserwägungen: Nur so ließen sich kontinuierliche Kontrollen und der Wissensaustausch unter den Verantwortlichen gewährleisten.
In Gorleben lagern derzeit 113 Castor-Behälter mit hochradioaktivem Abfall. Die Anlage wurde jedoch nie für Terroranschläge oder Kriegsereignisse ausgelegt. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüneburg-Dannenberg (BI) weist auf diese Risiken hin und stellt die langfristige Sicherheit sowie die Schutzmaßnahmen infrage.
Die Verlängerung der Betriebserlaubnis verschiebt die dringende Suche nach einer Lösung für Deutschlands Atommüll-Problem. Gleichzeitig bleibt die Anlage in Betrieb, während ein Endlagerstandort gesucht wird. Kritiker zeigen sich besorgt über die Verwundbarkeit des Standorts und das Fehlen einer langfristigen Strategie.
