Hanaus Schulzentrum wird für 33 Millionen Euro zur modernen Gesamtschule umgebaut

Emma Koch
Emma Koch
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Ein Klassenzimmer mit Tischen und Stühlen in Reihen, einem deckengehängten Projektor und verschiedenen Gegenständen auf den Tischen, mit Text an der rechten Wand, der darauf hinweist, dass es sich um eine Privatschule in Singapur handelt.Emma Koch

Hanaus Schulzentrum wird für 33 Millionen Euro zur modernen Gesamtschule umgebaut

Hanaus Schulzentrum Hessen-Homburg steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Für 33 Millionen Euro soll der Campus ausgebaut und zu einer neuen kooperativen Gesamtschule umgestaltet werden. Neben neuen Gebäuden wird auch der Name der Schule geändert – nach jahrelangen Debatten über ihre historischen Verbindungen zum Militarismus.

Das Projekt soll die Zukunft der Schule sichern und den Schülerinnen und Schülern durch einen partizipativen Umbenennungsprozess ein stärkeres Identitätsgefühl vermitteln.

Die Wurzeln der Schule reichen bis ins Jahr 2004 zurück, als zwei Innenstadtschulen zum heutigen Komplex fusionierten. Nun stehen weitere Erweiterungen an: Auf einem 15.900 Quadratmeter großen Gelände zwischen den bestehenden Gebäuden beginnen bald die Bauarbeiten. Das neue, vierstöckige Gebäude wird 8.170 Quadratmeter umfassen und Platz für 45 Klassenräume, Fachräume sowie eine flexible Mensa bieten, die auch als Versammlungsraum genutzt werden kann.

Der Entwurf setzt auf modernes Lernen mit offenen Lernclustern, barrierefreiem Zugang und großen Gemeinschaftsbereichen. Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2028 geplant. Doch nicht nur baulich ändert sich die Schule: Ihr Name, der seit Langem wegen der Verbindung zu Georg Christian von Hessen-Homburg, einem Söldnerführer des 17. Jahrhunderts, in der Kritik steht, soll neu überdacht werden. Anders als bei anderen Hanauer Kasernen hat dieser Name besonders wegen seiner Assoziation mit der Militarisierung in der NS-Zeit für Kontroversen gesorgt.

Die Schülerinnen und Schüler werden eine zentrale Rolle bei der Namensfindung spielen. Ein Gremium wird die Vorschläge prüfen, bevor der Stadtrat die endgültige Entscheidung trifft. Ziel ist ein Name, der die pädagogischen Werte der Schule widerspiegelt und der Schulgemeinschaft eine klarere Identität verleiht.

Der Ausbau bringt langfristige strukturelle und bildungspolitische Verbesserungen mit sich. Mit einem neuen Gebäude, modernisierten Räumlichkeiten und einem aktualisierten Namen markiert das Projekt einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung der Schule. Die endgültige Entscheidung des Stadtrats über den Namen wird unter Einbeziehung der Schüler getroffen, um sicherzustellen, dass die Umbenennung zur künftigen Ausrichtung der Schule passt.