Wiesbaden schafft Nachbarschaftszentren für selbstbestimmtes Leben im Alter

Lukas Hoffmann
Lukas Hoffmann
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Eine Reihe von Stadthäusern in einem Wohnviertel mit einem davor geparkten Auto, umgeben von Bäumen und Drähten, unter einem bewölkten Himmel.Lukas Hoffmann

Wiesbaden schafft Nachbarschaftszentren für selbstbestimmtes Leben im Alter

Wiesbaden startet eine neue Initiative, um älteren Bürgerinnen und Bürgern durch Nachbarschaftszentren ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Das auf einem Beschluss des Stadtrats aus dem Jahr 2023 basierende Projekt sieht vor, bestehende Gebäude in Quartierstreffs mit sozialen Dienstleistungen umzuwandeln. Vier Wohnungsbaugesellschaften haben nun eine Absichtserklärung unterzeichnet, um das Vorhaben umzusetzen.

Dem Konzept ging ein zweijähriger Entwicklungsprozess mit lokalen Akteuren voraus. Als Pilotstandorte wurden Gräselberg, Schelmengraben, Rheingauviertel/Dichterviertel sowie Klarenthal Nord ausgewählt. Ein umgebautes Gebäude in der Wolfram-von-Eschenbach-Straße wird am 10. April als Dichterviertel-Nachbarschaftszentrum eröffnet.

Die GWH übernimmt die Federführung im Schelmengraben und steuert rund 175.000 Euro bei, während die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) dort ebenfalls eine zentrale Rolle spielt. Die Wohnungsbaugesellschaften stellen Gebäude bereit, sorgen für barrierefreie Umbauten und schaffen Räume für Pflege- und Gemeinschaftsangebote. Die Koordination obliegt der Abteilung Grundsatzfragen und Planung im Amt für Soziale Arbeit.

Dr. Patricia Becher, Leiterin des Wiesbadener Sozialdezernats, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Stadt, Wohnungsanbietern und sozialen Einrichtungen. Ziel sei es, nachhaltige Strukturen zu schaffen, die es den Bewohnerinnen und Bewohnern ermöglichen, länger selbstständig zu leben. Bis 2026 werden voraussichtlich mindestens 25 weitere deutsche Städte – darunter Berlin, Hamburg und München – ähnliche Modelle einführen, wenn auch in unterschiedlichem Umfang, mit variierender Finanzierung und Schwerpunktsetzung.

Die Initiative schafft Quartierstreffs, in denen ältere Menschen Unterstützung erhalten, während sie weiterhin eigenständig wohnen. Das erste Zentrum öffnet im April, weitere Standorte sind in der gesamten Stadt geplant. Das Projekt knüpft an einen wachsenden Trend in Deutschland an, Pflege- und Gemeinschaftsdienstleistungen direkt in Wohnvierteln zu verankern.

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