16 March 2026, 00:56

Hessen revolutioniert Straßenbau mit weniger Bürokratie und mehr Digitalisierung

Ein Gebäude mit einer grünen Tür, Fenstern, Geländern, Lampen, Texttafeln, einem Rohr und anderen Gegenständen, mit einer Straße unten.

Hessen revolutioniert Straßenbau mit weniger Bürokratie und mehr Digitalisierung

Hessen treibt radikale Reformen im Straßenbau voran, um Kosten zu senken, Projekte zu beschleunigen und die Nachhaltigkeit zu steigern. Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori hat nun ein Maßnahmenpaket vorgestellt, das Bürokratie abbauen, das Recycling ausweiten und digitale Werkzeuge wie Building Information Modeling (BIM) einführen soll. Im Fokus stehen dabei Verzögerungen, die nicht durch die Bauarbeiten selbst entstehen, sondern durch überflüssige Verwaltungsprozesse.

Die größten Hindernisse im Straßenbau liegen derzeit in Ausschreibungen, Dokumentation und Abrechnung – nicht in der eigentlichen Bauausführung. Um gegenzusteuern, will Hessen die Ausschreibungsunterlagen vereinfachen: kürzer, präziser und verständlicher für Bieter und Auftragnehmer. In Pilotprojekten soll zudem vollständig digitale, bearbeitbare Dokumentation während der Ausschreibungsphase getestet werden.

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Hessen Mobil setzt künftig auf funktionale Ausschreibungen, die nicht starr auf technische Vorgaben pochen, sondern die Leistung in den Mittelpunkt stellen. Das soll Projekte flexibler und effizienter machen. Gleichzeitig will das Land auf Bundesebene dafür werben, unnötige Prüfungen alternativer Baustoffe zu reduzieren.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Recycling: Mehr Materialien sollen direkt auf den Baustellen wiederverwendet, die Recyclingquoten erhöht werden. Rechtliche Hürden für die Wiederverwendung gibt es in Hessen zwar nicht – doch branchenweite Probleme wie uneinheitliche Vorgaben der Auftraggeber oder strenge Bedingungen bei Asphaltausschreibungen bremsen die Umsetzung noch aus.

Um kleineren Unternehmen und Kommunen den Einstieg in digitale Methoden zu erleichtern, werden Einführungsseminare zu BIM angeboten. Ein neuer BIM-Runder Tisch soll zudem Akteure zusammenbringen, um Wissen auszutauschen und den Einsatz der Technologie im Straßenbau voranzutreiben.

Die Reformen zielen auf drei Kernbereiche ab: schnellere Verfahren, höhere Recyclingquoten und eine breitere Digitalisierung. Durch weniger Bürokratie und moderne Methoden will Hessen den Straßenbau günstiger, umweltfreundlicher und effizienter gestalten. Die Änderungen sollen in den kommenden Monaten über Pilotprojekte und Schulungsprogramme schrittweise umgesetzt werden.

AKTUALISIERUNG —

Hessen beschleunigt Straßenreformen mit neuen digitalen Werkzeugen und rechtlichen Aktualisierungen

Hessen hat konkrete Schritte unternommen, um seine Straßenbaureformen zu beschleunigen. Neuigkeiten umfassen:

  • Abolition der Bündelungsbehörden letzte Woche zur Vereinfachung der Genehmigungsverfahren.
  • Ein digitales Prüfmodul, das 2026 eingeführt werden soll, um die Genehmigungsverfahren zu erleichtern.
  • Ein rechtliches Rahmenwerk, das sicherstellt, dass kleine Unternehmen niedrigvolumige gefährliche Materialtransporte sicher handhaben können.
  • Die Erstellung einer Hessischen Straßengesetz-Novelle zur Modernisierung der Straßenbaugesetze, die bald in die öffentliche Konsultation gehen wird.