Hessens Staatsforsten erhöhen Holzeinschlag 2025 nach Aufhebung des Fällverbots
Emma KochMehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - Hessens Staatsforsten erhöhen Holzeinschlag 2025 nach Aufhebung des Fällverbots
Holzeinschlag in Hessens Staatsforsten steigt 2025 leicht an
Im Jahr 2025 verzeichnete der Holzeinschlag in den hessischen Staatsforsten einen leichten Anstieg auf etwa 1,49 Millionen Kubikmeter. Der Zuwachs folgte auf die Aufhebung eines vorübergehenden Fällverbots für bestimmte Buchenbestände, das seit 2020 gegolten hatte. Behörden berichten nun von spürbaren Verzögerungen bei den Folgen der anhaltenden Dürreperioden auf die Wälder der Region.
Die Änderungen erfolgen, während Forstverantwortliche ihre Strategien anpassen, um den Klimadruck und Schädlingsbefall besser zu bewältigen.
Das temporäre Fällverbot für ausgewählte Buchen war 2020 eingeführt worden, um neue, klimagerechtere Bewirtschaftungsmethoden zu entwickeln. Nach der Aufhebung der Beschränkung im Jahr 2024 stieg der Einschlag von Laubhölzern 2025 um etwa ein Viertel. Gleichzeitig ging die Nutzung von Nadelholz um rund 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück.
Gegen Ende 2025 und zu Beginn 2026 beschleunigte sich die Holzentnahme weiter: In diesem Zeitraum wurden etwa 725.000 Kubikmeter geschlagen. Ein Grund für den Anstieg war die Notwendigkeit, durch Dürre und Hitzewellen geschwächte Bäume zu entfernen. Viele davon mussten aus Sicherheitsgründen gefällt werden, um die Stabilität der verbleibenden Bestände zu gewährleisten.
Anpassungen für klimaresistente Wälder HessenForst hat seine Arbeitsabläufe zudem an winterliche Bedingungen angepasst, um Bodenschäden zu verringern und gleichzeitig die Holzversorgung aufrechtzuerhalten. Die Maßnahmen unterstützen die laufenden Bemühungen, die Wälder in widerstandsfähigere Mischwälder umzuwandeln. Seit der Aufhebung des Fällverbots hat die Fläche der buchen geprägten Wälder in Hessen um etwa 15 bis 20 Prozent abgenommen – vor allem aufgrund verstärkter Holzentnahme, Schädlingsbefall und der Umstellung auf klimatolerante Bestände.
Durchforstung und gezielte Pflege spielen mittlerweile eine zentrale Rolle, um stabilere Ökosysteme zu fördern. Ziel ist es, Wälder zu schaffen, die künftigen Klimaherausforderungen besser gewachsen sind.
Der Anstieg beim Holzeinschlag spiegelt sowohl akute Erfordernisse als auch langfristige forstwirtschaftliche Ziele wider. Die Entfernung geschädigter Bäume verringert Sicherheitsrisiken und unterstützt gleichzeitig den Wandel hin zu Mischwäldern. Daten des Hessischen Forstministeriums bestätigen, dass diese Veränderungen die Zusammensetzung der regionalen Wälder bereits spürbar verändern.






