Junge Frauen gestalten ihr Viertel sicherer – mit Erfolg und Mut

Moritz Müller
Moritz Müller
2 Min.
Eine Stadtstraße mit Autos, Fußgängern, Gebäuden, Strommasten, Laternen, Bäumen und Schildern mit Text.Moritz Müller

Junge Frauen gestalten ihr Viertel sicherer – mit Erfolg und Mut

Eine Gruppe junger Frauen aus dem Krautgärten-Jugendpavillon und dem Kinder-, Jugend- und Stadtteilzentrum Reduit hat sich für mehr Sicherheit in ihrem Viertel eingesetzt. Sie organisierten einen geführten Rundgang unter dem Titel "Meine Stadt, meine Gefühle" durch Kastel und Kostheim, bei dem sie Orte identifizierten, an denen schlechte Beleuchtung und ungünstige Gestaltung ein Unsicherheitsgefühl auslösen. Die Initiative hat bereits sichtbare Veränderungen in der Gemeinschaft angestoßen.

Der Rundgang wurde vollständig von den jungen Frauen selbst geplant. Sie wählten die Route, legten die Themen fest und luden Vertreter der Stadtverwaltung sowie lokale Gemeinderatmitglieder ein, teilzunehmen. Ihr Ziel war es, diffuse Sicherheitsbedenken in klare Beobachtungen und umsetzbare Maßnahmen zu überführen.

Eines der ersten Ergebnisse ist die verbesserte Beleuchtung zwischen dem Hallenbad und der Sporthalle in Kostheim. Der Bereich wirkt nun strukturierter und sicherer – dank der Abstimmung zwischen mattiaqua, dem kommunalen Dienstleister der Stadt, und dem Sozialdezernat. Weitere im Rahmen des Rundgangs markierte Orte werden derzeit auf mögliche Verbesserungen geprüft.

Dr. Patricia Becher, Leiterin des Sozialdezernats, betonte den Wert der Perspektive junger Frauen bei der Gestaltung öffentlicher Räume. Ihre direkten Erfahrungen helfen, Entscheidungen zu lenken, die sonst ohne ihre Sichtweise getroffen würden. Das Projekt zeigt, wie bürgerschaftliches Engagement sinnvolle Veränderungen bewirken kann – auch außerhalb offizieller Gemeinderatssitzungen.

Der Rundgang in Kostheim setzt Maßstäbe für eine geschlechtersensible Stadtplanung. Indem er gelebte Erfahrungen in konkrete Maßnahmen übersetzt, stärkt er junge Menschen als aktive Gestalterinnen ihrer Umgebung. Weitere Verbesserungen sind zu erwarten, sobald die städtischen Fachbereiche die übrigen im Rahmen der Aktion identifizierten Orte bewertet haben.

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